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Fraport Skyliners: Skyliners sind von der Rolle

Von Frankfurts Basketballer kassieren in der Bundesliga ihre vierte Niederlage in Folge. Interimstrainer Klaus Perwas wirkt ratlos.
Foto: imago sportfotodienst
Frankfurt. 

Am Ende gab es doch noch einen Frankfurter, der zumindest ein wenig lächelte. „Mir ist ein kleiner Stein vom Herzen gefallen“, gestand Stefan Ilzhöfer, nachdem ihm im neunten Bundesliga-Spiel endlich seine ersten Punkte (4) gelungen waren. Das war für den 21-Jährigen freilich ein schwacher Trost. Die desolate Vorstellung seiner Mannschaft gegen Bayreuth setzte dem Flügelspieler zu. Mit 56:72 (23:33) kassierten die Skyliners gestern nicht nur ihre dritte Heimpleite in Folge. Die Leistungskurve bei der sechsten Niederlage im neunten Bundesliga-Spiel zeigt weiter bedrohlich nach unten.

„Wir hatten wieder zu viele Abstimmungsfehler, kein Tempo und keinen Rhythmus. Das müssen wir schnellstmöglich abstellen, sonst kann man keine Spiele erfolgreich absolvieren“, kritisierte Klaus Perwas. Der Interimstrainer wirkt inzwischen ein wenig ratlos. „Es gibt kein Geheimrezept. Da müssen wir jetzt durch. Gemeinsam.“ Perwas, eigentlich Co-Trainer bei den Skyliners, muss seit Saisonbeginn seinen erkrankten Chef-Coach Gordon Herbert vertreten. Der schmerzlich vermisste Herbert befindet sich nach seiner Rückenoperation in der Reha und wird erst in einigen Wochen zurück erwartet.

Auch Herbert dürfte die aktuelle Entwicklung seiner Mannschaft Sorgen bereiten. Die erste Halbzeit gestern vor 4030 Zuschauern war fast eine Offenbarungseid. Einfachste Korbleger wurden vergeben, das Team agierte ohne jegliche Struktur, Spielsysteme waren nicht zu erkennen. „Die Systeme sind dieselben wie im Vorjahr unter Gordon Herbert. Wir haben neue Spieler, das braucht noch Zeit“, entgegnete Center Mahir Agva. Ilzhöfer deutete ein mögliches Kopfproblem an. „Im Training klappen die Systeme. Wenn es dann im Spiel nicht so läuft, bricht manches auseinander.“

Verunsichert

Wie verunsichert die Spieler inzwischen sind, wurde an Shavon Shields deutlich. Der eigentlich beste Frankfurter Schütze traute sich kaum etwas zu. Erst nach 17 Minuten gab er seinen ersten Wurf ab. Am Ende kam Shields auf vier Würfe und vier Punkte. Auf die Frage, warum er nicht häufiger den Abschluss gesucht habe, zuckte der 22-Jährige mit den Schultern: „Ich weiß es nicht.“ Bayreuth trat deutlich dynamischer und organisierter auf. Bereits nach dem ersten Viertel führten die Oberfranken 18:12. Sowohl die Center Andreas Seiferth (6 Punkte) und Assem Marei (13) als auch Spielmacher Joseph Lewis (17) waren ihren Gegenspielern überlegen. Im agilen Spiel der Gäste war zudem viel mehr Bewegung ohne Ball erkennbar. Über 26:16 setzte sich die Mannschaft von Trainer Raoul Korner bis auf 53:34 im dritten Viertel ab. Der Rest war Formsache.

Bei den Skyliners, die bereits morgen (20 Uhr) in der Champions League den tschechischen Meister CEZ Nymburk empfangen, konnte kein Akteur glänzen. Spielmacher Kwame Vaughn (12), Ekene Ibekwe (11) und Mike Morrison (10) trafen immerhin zweistellig. Kapitän Quantez Robertson kam zwar auf neun Punkte, verwarf allerdings sämtliche sechs Drei-Punkte-Würfe.

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