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Fraport Skyliners: Skyliners verlieren zum siebten Mal in Folge

Von Beim 77:80 gegen Oldenburg zeigen sich Frankfurts Basketballer unter Trainer Herbert phasenweise weiter verbessert, geben den Sieg aber aus der Hand.
Frankfurts Center Ekene Ibekwe (links) überzeugte im Angriff, enttäuschte aber in der Verteidigung. Sein Gegenspieler Brian Qvale (Oldenburg/rechts) holte hingegen neben 20 Punkten noch zwölf Rebounds. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Frankfurts Center Ekene Ibekwe (links) überzeugte im Angriff, enttäuschte aber in der Verteidigung. Sein Gegenspieler Brian Qvale (Oldenburg/rechts) holte hingegen neben 20 Punkten noch zwölf Rebounds.
Frankfurt. 

Gordon Herbert wirkte ernüchtert. Nicht nur deshalb, weil sein Saisondebüt in der Bundesliga nach viermonatiger Krankheitspause schiefging. Es war vielmehr die Art und Weise, wie sich seine Skyliners beim 77:80 (46:43) gegen die Baskets Oldenburg präsentierten. „Ich bin enttäuscht über unsere Verteidigung, speziell beim Rebound. Das hat etwas mit Einsatz und Willen zu tun“, kritisierte der Trainer. Genau dort hapert es schon seit Monaten. Mehrfach schauten Frankfurts Basketballer gestern nachlässig zu, wie sich ihre Gegenspieler nach Fehlwürfen den Abpraller (Rebound) sicherten und erneut in Ballbesitz kamen. „Das hat uns gekillt“, klagte auch der 19-jährige Niklas Kiel. Stolze zwölf Offensiv-Rebounds holten sich Oldenburgs Center Brian Qvale (20 Punkte) und Co. gegen Frankfurts lange Garde um Ekene Ibekwe (18) und Mike Morrison (4). Frankfurt selbst kam auf drei Offensiv-Rebounds.

Die Folge waren die siebte Bundesliga-Niederlage in Folge und die Einstellung des Negativ-Vereinsrekordes aus der Saison 2013/14. Nur weil Vechta und Braunschweig ebenfalls verloren, konnte der Sturz auf einen Abstiegsrang vermieden werden. Viel Zeit zur Analyse bleibt nicht. Heute fliegt das Team nach Israel, wo es morgen (18.30 Uhr) in der Champions League auf das Team aus Nahariya trifft.

Herbert, der nach seiner Rückenoperation vor einer Woche zum Team zurückgekehrt war und vor dem gestrigen Spiel von den Fans mit Sprechchören gefeiert wurde, sah einen schwachen Start. Oldenburgs Altstar Rickey Paulding (15 Punkte) brachte die Niedersachsen mit acht Zählern fast im Alleingang mit 10:2 in Führung. Herbert rief sein Team zur Auszeit, schimpfte auf seine Spieler ein. Fortan entwickelte die Mannschaft zum ersten Mal in dieser Saison eine Eigendynamik. Das Zusammenspiel wurde besser, das Tempo nahm zu, ebenso das Selbstvertrauen. Das Team bekam einen Lauf und setzte sich vor lediglich 3860 Zuschauern dank Shavon Shields (16), Ekene Ibekwe (18) und Kwame Vaughn (15) bis auf 35:26 ab.

„Hatten Spiel in der Hand“

Im dritten Viertel war der Schwung plötzlich wieder weg. Mit einem 62:69-Rückstand ging es ins letzte Viertel, in dem Frankfurt erneut zurückkam und beim 75:71 beste Chancen zum ersehnten Sieg hatte, zumal Oldenburgs Spielmacher Frantz Massenat (10) mit dem fünften Foul vorzeitig das Feld verlassen musste. „Wir hatten das Spiel in der Hand“, gestand Kiel. „Am Ende waren es dann Kleinigkeiten.“ Als Antonio Graves (13 Punkte) und Vaughn drei Würfe nacheinander vergaben und Oldenburg sich abermals einen Rebound nach einem verworfenen Dreier holte, hatten die Hessen den möglichen Erfolg aus den Händen gegeben.

Ein Knackpunkt war wieder einmal Spielmacher Vaughn, der zwar 15 Punkte erzielte, das Tempo aber abermals verschleppte und keine gefährlichen Situationen kreierte. Herbert sind die Hände gebunden, da auch sein Ersatz-Point-Guard Max Merz abermals keine Akzente setzte. Nach seiner ersten Woche mit dem Team wollte sich Herbert zur Personalie Vaughn noch nicht äußern. „Es ist ein bisschen zu früh, um ihn zu beurteilen.“

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