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Frankfurt Skyliners: Sykliners setzen in Berlin das erste Ausrufezeichen

Von Die Skyliners-Basketballer haben bei Alba Berlin ihr bisher bestes Saisonspiel gezeigt. Ob der Vertrag mit Markel Starks verlängert wird, ist derweil fraglich. Möglicherweise ist der Spielmacher schwerer verletzt. Ein Rückblick auf aufregende Tage.
Frankfurts Antonio Graves (Mitte) lässt sich in dieser Szene auch nicht von dem Berliner 2,13-Meter-Center Bogdan Radosavljevic aufhalten. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Frankfurts Antonio Graves (Mitte) lässt sich in dieser Szene auch nicht von dem Berliner 2,13-Meter-Center Bogdan Radosavljevic aufhalten.
Berlin. 

Als die große Überraschung perfekt war, erhielten die Basketballer der Skyliners noch ein kleines Geschenk. Nach dem 78:70 (31:29)-Coup bei Alba Berlin gab ihnen die Club-Führung für den Rest des Abends frei. Die Spieler durften sich ins Nachtleben der deutschen Hauptstadt stürzen – für Neu-Profis wie den US-Amerikaner Shavon Shields eine spannende Erfahrung. „Auch das ist Teambuilding“, meinte Club-Chef Gunnar Wöbke lächelnd, wohlwissend, dass er seinen Spielern freilich nur für eine begrenzte Zeit Ausgang gab.

Der freie Samstagabend war das i-Tüpfelchen nach der bisher besten Saisonleistung. Der erste Auswärtssieg der Frankfurter kam völlig unerwartet – und war letztlich sogar verdient. „Wir wollen immer, dass unsere Spieler bis zum Umfallen kämpfen. Das haben sie gemacht, auch, als es zeitweise nicht so gut lief“, lobte Wöbke seine Mannschaft, die vor allem kämpferisch überzeugte. „Am Ende war es nur Herz“, verdeutlichte Frankfurts Mahir Agva die Leidenschaft. Der 20-jährige Neuzugang machte mit 13 Punkten und 10 Rebounds sein bisher bestes Spiel im Skyliners-Trikot. Und er sorgte dafür, dass die Hessen auf der Center-Position erstmals Korbgefahr ausstrahlten. Denn sein Kollege Mike Morrison (7 Punkte) agierte bis auf einige Aktionen in der Schlussphase erneut eher unglücklich.

Matchwinner der Frankfurter war jedoch Antoine Graves, der 22 Punkte erzielte und im Schlussviertel wichtige Dreier zum Sieg traf. Der US-Guard half sogar zeitweise auf der Spielmacher-Position aus, weil in der ersten Halbzeit Point Guard Markel Starks umknickte und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Im letzten Viertel schied dann auch Max Merz aus, konnte jedoch nach einer Behandlungspause wieder aufs Feld zurückkehren.

Gute Moral

Gleich zweimal bewiesen die Skyliners vor 9085 Zuschauern eine gute Moral. Einen 0:7-Rückstand drehten sie dank Graves kurzerhand in einen 10:7-Vorsprung um. Und auch im dritten Viertel fingen sie sich schnell wieder, als kurzzeitig die Spielordnung verloren ging und Alba durch seinen Spielmacher Engin Atsür (12) mit 44:38 die Führung übernahm. Nach einer Auszeit von Interims-Trainer Klaus Perwas riss Agva die Partie mit neun Punkten im dritten Viertel und zwei Blocks an sich. Im Schlussabschnitt waren es Graves und Shields (16), die die Berliner mit ihren Treffern entscheidend trafen. Vom 66:65 an setzten sich die Frankfurter auf 75:67 ab, auch weil Morrison ein wichtiger Ballgewinn gelang. Gute Ansätze zeigten erneut auch der 19-jährige Niklas Kiel (9) sowie Merz (3), während Quantez Robertson (4) im Angriff abermals unauffällig agierte.

Ob Markel Starks eine Zukunft bei den Skyliners hat, ist unklar. Der vierwöchige Testvertrag mit dem Spielmacher läuft heute aus. „Wir müssen uns bis Montagabend entscheiden, was wir machen. Noch kann man dazu nichts sagen“, erklärte gestern Wöbke. Möglicherweise wird der Club versuchen, die Try-out-Phase mit Starks zu verlängern, weil der 25-Jährige zuletzt etwas ansteigende Form zeigte.

Alba: Pfiffe und Kritik

Heute wird Starks wegen seines lädierten Knöchels zunächst vom Arzt untersucht. Spielerisch steigern kann sich indes auch seine gesamte Mannschaft. Doch zumindest kann sie mit neuem Selbstvertrauen zwei schweren Heimspielen in Folge entgegenblicken: Am Freitag (19 Uhr) empfangen die Frankfurter das Team aus Ludwigsburg und am Sonntag (15.30 Uhr) den Vize-Meister aus Ulm.

Keinen guten Eindruck hinterließ das hoch gehandelte Alba Berlin. Der Pokalsieger trat nicht als homogene Einheit auf. „Frankfurt hat verdient gewonnen. Wir haben nicht gekämpft und nicht zusammen gespielt, dafür gibt es keine Ausreden“, kritisierte Alba-Center Bogdan Radosavljevic (12). Auch der neue Trainer Ahmet Caki war bedient: „So kannst du kein Spiel gewinnen. Das war eine schlimme Niederlage für uns.“ Nach der zweiten Heimpleite in Folge gab es Pfiffe im weiten Rund der Arena.

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