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Fraport Skyliners: Vertauschte Rollen im Hessen-Derby

Von Während die Frankfurter auf ein Ende ihrer Bundesliga-Talfahrt hoffen, versprüht das Gießener Team um Marco Völler Lockerheit.
Nachdenklich: Klaus Perwas, Interimstrainer der Skyliners	F: Storch Foto: JOACHIM STORCH (Pressefotografie Storch, Bad Hg.) Nachdenklich: Klaus Perwas, Interimstrainer der Skyliners F: Storch
Frankfurt. 

Seit 14 Jahren schon sehnen sie diesen Moment herbei. Heute nun soll es soweit sein. Im Hessen-Derby gegen die Skyliners Frankfurt (ab 20.30 Uhr) wollen die Gießen 46ers endlich eine schwarze Serie beenden. Letztmals konnte das Bundesliga-Gründungsmitglied den Erzrivalen in einem Heimspiel am 7. Dezember 2002 bezwingen (73:65). Danach folgten elf Pleiten nacheinander. Einziger Mutmacher war ein 78:65-Erfolg im Januar 2012 in Frankfurt.

In allen Duellen waren die Frankfurter der Favorit gewesen. Nun haben sich die Rollen verändert. Der Tabellen-Zehnte Gießen liegt mit einer Bilanz von vier Siegen und fünf Niederlagen im Soll und schnuppert wie vergangene Saison an den Play-off-Rängen. Frankfurt (14.) steckt hingegen nach nur drei Erfolgen aus zehn Partien in der sportlichen Krise.

„Ich hoffe, wir können früh die Halle hinter uns bringen, damit die Fans uns wieder pushen und wir den so lange ersehnten Sieg einfahren können“, meinte Gießens Trainer Denis Wucherer. Am vergangenen Wochenende stand sein Team gegen den noch ungeschlagenen Spitzenreiter Bamberg kurz vor einer Sensation und kassierte erst in der Schlusssekunde den entscheidenden Gegentreffer zum 77:79.

Finanziell liegen beide Mannschaft inzwischen nicht mehr weit auseinander. Der Gießener Etat beträgt 3,3 Millionen Euro und soll nächste Spielzeit weiter gesteigert werden. Frankfurts Budget wird auf knapp 4 Millionen geschätzt. Aussagen darüber macht der Club im Gegensatz zu den 46ers nicht.

Mangelnder Einsatz

Mut schöpfen konnten die Frankfurter unter der Woche auch nicht. In der Champions League verloren sie beim dänischen Außenseiter in Aarhus und mussten sich deutliche Worte von Interimstrainer Klaus Perwas anhören: „Wenn man nicht genug Einsatz gibt, muss man sich hinterher nicht wundern, wenn es für den Sieg nicht reicht.“ Die Gießener versprühten derweil im Training eine gewisse Lockerheit. Marco Völler, dem Sohn der Fußball-Legende Rudi Völler, gelang es zweimal hintereinander, einen Ball von der Mittellinie im Korb unterzubringen. „Die Vorbereitung läuft sehr gut“, sagte Wucherer dem „Gießener Anzeiger“. „Was diese Mannschaft ausmacht, ist, dass auch nach Niederlagen am Montag beste Stimmung herrscht und alle bereit sind, sich individuell und als Team zu verbessern. Es muss niemand aufgerichtet werden“.

Dem 43-jährigen Coach steht heute wieder der zuletzt fehlende Justin Sears (muskuläre Probleme) zur Verfügung. Womöglich bestreitet Wucherer seine letzte Saison in Gießen. Sein Vertrag läuft im Sommer 2017 aus, und der Ex-Frankfurter liebäugelt mittelfristig mit einem Wechsel zu einem finanzstärkeren Club. Auch die Skyliners seien „absolut interessant“, sagte er der „F.A.Z.“.

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