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Skyliners: Völlers „spaßiger“ Einstand

Von Der ungefährdete 95:69-Erfolg der Frankfurter Bundesliga-Basketballer gegen Bremerhaven wird durch große Sorgen um den deutschen A2-Nationalspieler Niklas Kiel getrübt. Dem 20-Jährigen könnte im schlimmsten Fall sogar das Karriere-Ende drohen.
Marco Völler (Mitte) gelang ein gutes Debüt für die Skyliners. Foto: Reinhard Roskaritz (www.bild-pressehaus.de) Marco Völler (Mitte) gelang ein gutes Debüt für die Skyliners.
Frankfurt. 

Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis Marco Völler alle Wünsche erfüllt hatte. Immer wieder kamen Zuschauer nach der Schlusssirene auf ihn zu und baten um ein Foto. Ein Lächeln hier, eine Umarmung dort. Der 28-Jährige genoss den Moment. Nicht nur, weil für ihn ein hoffnungsvoller neuer Abschnitt der Basketball-Karriere begonnen hat. Der Sohn von Rudi Völler ist ohnehin ein Typ zum Anfassen – unkompliziert, bodenständig, ehrlich und mit einem lockeren Spruch auf den Lippen. „Wenn ein neuer Spieler kommt, ist es häufig so, dass die Leute viel von ihm wissen wollen“, nahm er den Trubel um seine Person nach dem gelungenen Debüt für die Fraport Skyliners unaufgeregt zur Kenntnis.

Beim auch in der Höhe verdienten 95:69 (50:33)-Erfolg gegen den schwachen Abstiegskandidaten Eisbären Bremerhaven fügte sich der 1,99 Meter große Power Forward sofort glänzend ein. Zwar wirkte er manchmal noch etwas verloren auf dem Platz, weil er zuvor erst einmal mit der Mannschaft trainiert hatte und entsprechend nur wenige Spielsysteme kannte. Und er ließ sich auch zu unnötigen Fouls hinreißen. Aber mit seinem persönlichen Bundesliga-Bestwert von acht Punkten (ohne Fehlwurf) und dazu fünf Rebounds in 15 Minuten Einsatzzeit konnte er hochzufrieden sein. „Es hat Spaß gemacht. Das war eine super Teamleistung“, sagte Völler, der noch leicht konditionelle Defizite eingestand. „Ich bin noch nicht 100 Prozent in Game-Shape und musste manchmal ganz schön schnaufen.“ Dann sagte er grinsend: „Das wird bestimmt eine anstrengende Trainingswoche.“ Wenn Völler spricht, glaubt man, den jungen Rudi Völler zu hören und sehen. Er ähnelt seinem Vater nicht nur optisch, sondern von seiner ganzen Art.

Ganz der Vater

Die Situation bei seinem vorigen Club Gießen 46ers sei für ihn zuletzt „schwierig gewesen“. In Frankfurt erhält er nun wieder mehr Einsatzzeit und muss mit dem Auto auch nicht mehr so weit zum Training fahren. „Meine Mutter wohnt bei mir in der Nähe in Offenbach. Da ist es ganz angenehm, wenn ich mal nach dem Training zum Essen vorbeikommen kann“, so Völler.

Skyliners-Trainer Gordon Herbert ist froh, den gebürtigen Offenbacher im Team zu haben. „Ich bin sehr zufrieden mit seinem Einsatz. Er arbeitet hart, hat ein paar gute Pässe gespielt und ist ein guter Teamplayer“, sagte der Coach. Er habe nur Gutes über ihn als Mensch gehört, was auch „für den guten Charakter seiner Eltern spricht“. Rudi Völler ist Herbert natürlich schon lange ein Begriff: „Ich kenne ihn, seine Frisur und weiß, dass er in Deutschland eine Legende ist.“ In Gießen schaute der Fußball-Weltmeister mitunter bei Heimspielen seines Sohnes vorbei – wohl auch bald in Frankfurt.

Kiel im Krankenhaus

Denn sein Sohn wird mehr denn je in der Skyliners-Mannschaft gebraucht, da sich die Verletzungs-Misere am Samstag weiter verschärfte. Niklas Kiel bekam einen unabsichtlichen Ellbogenschlag gegen die Schläfe und blieb minutenlang regungslos auf dem Boden liegen. Er wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht – mit Verdacht auf Gehirnerschütterung. Eine genaue Diagnose erhoffen sich die Skyliners an diesem Montag. Kiel könnte im schlimmsten Fall das Karriere-Ende drohen. Denn der 20 Jahre alte Power Forward hatte bereits kurz vor dem Saisonstart eine Gehirnerschütterung erlitten und musste danach gut zwei Monate pausieren, weil er bei kleinsten Anstrengungen Kopfschmerzen und Schwindelgefühle bekam. Am Samstag bestritt er erst seine dritte Partie nach der Rückkehr. Beste Spieler seiner Mannschaft waren Webster (21 Punkte), Scrubb (19), Bonga (16), Morrison (14) und Zeeb (6).

Eine gute Nachricht kam von Jonas Wohlfarth-Bottermann. Der verletzte Center will früher zurückkehren als befürchtet. Er hofft, um eine Knie-Operation herum zu kommen, und möchte bereits „im Januar wieder spielen“. Sein Center-Kollege Daniel Mayr wird seine Reha in der nächsten Woche beenden. Mit einem Comeback ist frühestens im März zu rechnen.

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