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Fraport Skyliners: Weitere Talente im Fokus

Von Frankfurts Basketballer stehen vor einem neuen Zwei- bis Drei-Jahres-Plan. Mit guten Aussichten.
Werden nächste Saison oft zusammen auf dem Feld stehen: Die Talente Niklas Kiel (l.) und Isaac Bonga. Foto: JOACHIM STORCH (Joachim Storch) Werden nächste Saison oft zusammen auf dem Feld stehen: Die Talente Niklas Kiel (l.) und Isaac Bonga.
Frankfurt. 

Der große Umbruch bleibt aus. In diesem Sommer werden die Fraport Skyliners keinen radikalen Schnitt machen. Maximal vier neue Spieler dürften kommen, womöglich noch weniger. Das liegt daran, dass gleich acht Profis weiter unter Vertrag stehen: Quantez Robertson, Mike Morrison, Shavon Shields (alle USA), Shawn Huff (Finnland) sowie die deutschen Talente Niklas Kiel, Isaac Bonga, Daniel Mayr und Garai Zeeb.

Zwei Spieler mit einem Basketball. Foto: Ingo Wagner/Archiv
Kommentar: Europa kann warten

Eigentlich sind die Fraport Skyliners dafür bekannt, jungen deutschen Basketballern viel Einsatzzeit zu geben. In der abgelaufenen Bundesliga-Hauptrunde griff das Konzept jedoch nicht wie gewohnt.

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Gesucht wird nun vor allem ein neuer Spielmacher, der den enttäuschenden Kwame Vaughn ersetzen soll. „Wir stehen vor einem neuen Zwei- bis Drei-Jahres-Plan“, sagt Frankfurts Club-Chef Gunnar Wöbke mit Blick auf die Entwicklung der jungen Spieler Kiel (19 Jahre), Bonga (17), Mayr (21), Zeeb (20) und Richard Freudenberg (18), der als erster Neuzugang bereits feststeht. Näher an den Kader herangeführt werden soll auch der 19 Jahre alte serbische 2,10-Meter-Center Armin Trtovac, der bisher in der Reserve spielte. Den Verein verlassen werden vermutlich die deutschen Profis Stefan Ilzhöfer und Mahir Agva, wobei eine Entscheidung noch nicht gefallen ist.

Viel hängt von Shields ab

Nach Platz zehn in dieser Bundesliga-Saison und dem Verpassen der Play-offs könnte es für die Skyliners nächste Saison wieder besser laufnen – vor allem dann, wenn es dem Club gelingen sollte, einen guten Spielmacher zu verpflichten. Denn Talente wie Kiel werden den nächsten Entwicklungsschritt machen. Derzeit liegt die Kader-Zusammenstellung noch etwas auf Eis. Der Club muss möglicherweise bis Mitte Juli warten, ob Shavon Shields der Mannschaft erhalten bleibt. Dann läuft die Frist ab, wonach der Flügelspieler den Club für eine vertraglich festgelegte Ablösesumme im mittleren fünfstelligen Bereich verlassen kann. Dem 22-Jährigen liegen offenbar bereits Angebote europäischer Clubs vor. Sollte Shields seine Ausstiegsoption ziehen, würde seine frei werdende Flügelposition durch Quantez Robertson ersetzt. Derzeit ist Robertson als Shooting Guard eingeplant. Dann müsste der Club auf dieser Position gleich zwei neue Spieler verpflichten. Mögliche Kandidaten sind die Ex-Frankfurter AJ English und Phil Scrubb. Auf der Position eins des Spielmachers plant der Club, neben dem gesuchten Neuzugang ,mit Bonga und Zeeb. Auf der Flügelposition sind Shields und Freudenberg vorgesehen, als Power Forwards Kiel und Huff.

Ein Fragezeichen gibt es auch noch auf der Centerposition. Es ist ungewiss, wann der seit einem Jahr verletzte Daniel Mayr (Knie-Operation) fit wird. Als Starter auf der Position fünf ist Morrison gesetzt. Dazu wird noch ein junger Deutscher gesucht, der sowohl als Power Forward und Center spielen kann.

Europapokal-Wildcard?

„Wir wissen heute noch nicht, wie viel Geld wir für die Mannschaft nächste Saison ausgeben können“, betont Wöbke, der wie vor jeder Saison noch auf neue Sponsoren hofft. Das ist umso wichtiger, da der langjährige Premiumpartner Mainova aussteigt. Mit ihrem geschätzten Etat von vier Millionen Euro liegen die Skyliners längst in der unteren Hälfte der Liga. An der Spitze enteilt sind Meister Bamberg und der FC Bayern. Beide Top-Clubs werden auf rund 20 Millionen Euro geschätzt. Mit Ulm, Alba Berlin und Oldenburg folgen weitere Clubs, die in etwa das Doppelte der Frankfurter aufweisen. „München und Bamberg haben kein marktkonformes Budget“, betont Wöbke. Normalerweise seien für einen Basketball-Bundesligisten bei guter Infrastruktur und moderner Arena „maximal zehn Millionen Euro möglich“. Die Einnahmen generieren sich überwiegend durch Ticketverkauf und Sponsoren. TV-Erlöse gibt es nicht.

Kurios, dass die Skyliners trotz Platz zehn in der Liga möglicherweise wieder in einem europäischen Wettbewerb antreten könnten. „Ich vermute, dass wir von einem der vier Wettbewerbe eine Wildcard angeboten bekommen werden“, so Wöbke. Möglicherweise verzichtet der Club aber diesmal, um mehr Zeit im Training für seine jungen Talente zu haben und seine älteren Spieler wie Robertson (32) zu schonen.

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