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Bahn macht Karben-Zufahrt dicht

Von Weniger Lärm soll der S-Bahn-Ausbau für die Karbener bringen. Die Bauzeit aber wird ihnen zusetzen: Unter anderem muss die Bahn die Hauptzufahrt für Autos und Lastwagen in die Stadt wohl monatelang sperren.
Neben diesen zwei Gleisen sollen rechts daneben zwei weitere gebaut werden. Dafür muss die Brücke neu errichtet werden.	Foto: Pfeiffer-Goldmann Neben diesen zwei Gleisen sollen rechts daneben zwei weitere gebaut werden. Dafür muss die Brücke neu errichtet werden. Foto: Pfeiffer-Goldmann

Weniger Lärm soll der S-Bahn-Ausbau für die Karbener bringen. Die Bauzeit aber wird ihnen zusetzen: Unter anderem muss die Bahn die Hauptzufahrt für Autos und Lastwagen in die Stadt wohl monatelang sperren.

Karben. «Ein solches Bauvorhaben ist nicht ohne Einschränkungen für den Verkehr zu machen.» Planer Marco Asseng von der Deutschen Bahn bereitet die Karbener auf das vor, was mit dem S-Bahn-Ausbau auf sie zukommt. Sie werden über Monate auf die wichtigste Zufahrt in ihre Stadt verzichten müssen.

Östlich der heutigen Gleise will das Land zwei neue Gleise anbauen lassen. Damit soll die S-Bahn S 6 eine separate Strecke erhalten. Zuverlässigere Züge, 30 S-Bahnen mehr am Tag und vor allem teils erheblich weniger Bahn-Lärm in der ganzen Stadt sind die erfreulichen Folgen (die FNP berichtete). Bis die Karbener das erleben können, müssen sie jedoch vier Jahre Bauzeit erdulden.

18 Brücken wird die Bahn auf dem zweiten Ausbauabschnitt der Main-Weser-Bahn zwischen Bad Vilbel und Friedberg neu bauen müssen – die mit dem meisten Verkehr ist die der Landesstraße L 3205 nahe des Bahnhofs Groß-Karben. «Das Bauwerk kann nicht erhalten werden», erklärt Planer Asseng. Nur der östliche Pfeiler kann stehen bleiben und die neue, längere Konstruktion tragen. Für Abriss und Neubau der Brücke muss die Landesstraße zwischen B 3 und Stadtzentrum gesperrt werden. «Geht nicht anders», sagt Asseng.

Umfahren über Bad Vilbel?

Nach Lage von heute müssten Autos und Lastwagen über Bad Vilbel und Rendel oder über Wöllstadt und Ilbenstadt ausweichen. «Nicht zumutbar» findet das Bürgermeister Guido Rahn (CDU), sieht dem Vorhaben dennoch gelassen entgegen. «Wir müssen bis dahin eben die Nordumgehung fertig haben.» Diese soll nur wenige hundert Meter nördlich die Bahnstrecke queren und dann eine Zufahrt zur Brunnenstraße erhalten. Über diese Route könne der Verkehr dann umgeleitet werden.

Bauarbeiten bis 2016

Rahn setzt darauf, dass die Projekte nacheinander umgesetzt werden: Während das hessische Verkehrsministerium derzeit das Baurecht für die Umgehung vorbereitet (und es wohl frühestens Ende des Jahres erteilen will), hat das Genehmigungsverfahren für den zweiten Abschnitt des S-Bahn-Ausbaus gerade erst begonnen. Die Bauarbeiten an der Bahnstrecke sollen nach Planung der Bahn von 2012 bis 2016 dauern. «Das bedeutet aber nicht, dass während dieser Zeit überall gebaut wird», schränkt Planer Asseng ein.

Mit fast überhaupt keinen Bau-Einschränkungen müssen dagegen die Okarbener rechnen: Ihre Omega-Unterführung ist bereits so gebaut worden, dass eine Brücke für die zwei neuen Gleise darüber gebaut werden kann, während der Fahrzeugverkehr darunter weiterfließt.

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