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Bouffier: Einmal richtig feiern

Von Der Ministerpräsident sieht den Hessentag vor neuen Herausforderungen. An der Gelegenheit, einmal im Jahr richtig zu feiern, will er aber in jedem Fall festhalten.
Hoher Besuch in der "Gläsernen FNP-Redaktion": Ministerpräsident Volker Bouffier schaute mit Ehefrau Ursula vor seinem Besuch auf der Bühne kurz vorbei. Links Chefredakteur Rainer M. Gefeller, rechts TZ-Vize Andreas Burger.	Fotos: Jochen Reichwein Hoher Besuch in der "Gläsernen FNP-Redaktion": Ministerpräsident Volker Bouffier schaute mit Ehefrau Ursula vor seinem Besuch auf der Bühne kurz vorbei. Links Chefredakteur Rainer M. Gefeller, rechts TZ-Vize Andreas Burger. Fotos: Jochen Reichwein

"Es kann doch nicht sein, dass wir uns nur noch im Ausland richtig freuen dürfen." Volker Bouffier (CDU) hat gestern auf der Bühne der Frankfurter Neuen Presse ein klares Bekenntnis zum Landesfest abgegeben. "Ich habe auch Verständnis für Menschen, die den Lärm in ihrer Nachbarschaft nicht mögen. Wir müssen aber auch einmal die Chance haben, zu feiern", betont er. Das sei ähnlich wie bei der Planung von Spielplätzen. Hier dürften Geräusche auch nicht länger als störend empfunden werden.

Der Ministerpräsident selbst findet den Hessentag aber auch "ein bisschen anstrengend", denn er sei von morgens bis manchmal spät abends auf "Dauereinsatztour". Das sei für seine Stimme inzwischen einen Herausforderung. "Aber es ist doch einfach schön", schiebt er seufzend hinterher.

Auch in einer Welt mit Handys und Internet suchten die Menschen nach Orientierung und auch nach einem Stück Heimat, sagt er auf die Frage von FNP-Chefredakteur Rainer M. Gefeller, ob der Hessentag in Frequenz und Dauer noch zeitgemäß sei.

Es sei zwar zutreffend, dass die Hessentagsstädte regelmäßig auf Millionenschulden sitzenblieben. Der große Imagegewinn, den das Landesfest mit sich bringe, sei aber mit Geld nicht zu beziffern. Die Investitionen aus Anlass des Festes brächten die Kommunen 20 bis 30 Jahre voran. Nicht zu vergessen sei auch das "Wir-Gefühl", das in der Region entstehe. Gerade dafür sei Oberursel das beste Beispiel. Hier hätten sich mehr als 3500 Menschen gemeldet, um ehrenamtlich die Gäste zu betreuen. "Es gibt keinen Verein, der nicht mitmacht", freut sich Bouffier und stellt fest: "Oberursel lebt den Hessentag". Und vor allem aus Frankfurt sei der Andrang in die Taunusstadt immens, hat Innenminister Boris Rhein (CDU) am Vorabend bei einem Empfang dieser Zeitung festgestellt.

Ein Punkt jedoch bereitet Bouffier und Rhein Sorgen: Das Just-White-Gratis-Konzert mit 50 000 Gästen habe den Hessentag überfordert. "Wir werden einen Weg finden müssen, die Lockerheit des Landesfestes zu bewahren, ohne die Sicherheit zu vernachlässigen", sagt der Ministerpräsident. Im Moment werde darüber diskutiert, in Zukunft nur Gäste mit Eintrittskarten zu Konzerten zuzulassen, um mehr Kontrolle zu haben. "Wir werden im Zweifelsfall nicht riskieren, dass die Sache aus dem Ruder läuft", verspricht Bouffier den Gästen vor der FNP-Hessentagsbühne.

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