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«Buße», «Christus» und «Diakon»

Heute geht es in unserem von Bruder Paulus verfassten Abc des Christentums um die Begriffe Buße, Christus und Diakon.
Eine Statue Christi in einem spanischen Museum. Foto: epa Andy Rain (EPA) Eine Statue Christi in einem spanischen Museum.

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BUßE. Das Wort hat zwei Bedeutungen. Erstens: Jemand erkennt, wie liederlich sein Leben bis jetzt war. Vielleicht hat er zu glauben begonnen. Oder er hat einen liebenswerten Menschen getroffen. Wer, aus welchen Gründen auch immer, sein Leben ändert und manches anfängt oder aufhört, was er früher aus Bequemlichkeit unterlassen oder getan hat, der tut Buße. In der zweiten Bedeutung meint das: Die Gemeinschaft überlegt sich, wie ein Übeltäter wieder in ihrer Mitte akzeptiert werden kann. Neben dem Schuldbekenntnis fordert man meistens auch eine Buße, was dann bestimmte Handlungen spiritueller oder sozialer Art sind, mit denen der Büßende deutlich macht, dass er es wirklich ernst meint.

CHRISTUS. Das Wort kommt aus der griechischen Sprache und meint: Der Gesalbte. In der Urkirche bekommt Jesus das als persönlichen Titel. Er wurde, so sagt die Bibel, mit dem Heiligen Geist gesalbt. Während der Name «Jesus» eher den Menschen aus Nazareth bezeichnet, weist «Christus» auf das Gottsein Jesu hin. Dass er wahrer Mensch und wahrer Gott war und ist, drückt der zusammengefügte Name «Jesus Christus» aus. Daher leitet sich auch das Wort «Christ» ab: Wer in der katholischen Kirche getauft wird, wird dabei gesalbt mit einer Salbe, die sich Chrisam nennt. Die gleiche Salbe wird auch bei der Firmung verwendet und bei der Bischofs- und Priesterweihe. So wird spürbar deutlich gemacht, dass Jesus seine Jünger selber mit heiligem Geist salben will.

DIAKON. Die katholische Kirchenstruktur wird vom Weiheamt geprägt. Um den Bischof sammeln sich die Gläubigen. Aus ihrer Mitte gehen Männer hervor, die ursprünglich dem Bischof zur Weihe vorgeschlagen wurden, entweder zum Priester oder zum Diakon; heute melden sich Bewerber eher auf eigenen Antrieb. Diakone waren in der frühen Kirche die besonderen Mitarbeiter des Bischofs und hielten in der Kirche durch Wort und Tat die Verpflichtung zur tätigen Nächstenliebe wach. Nachdem über Jahrhunderte die Weihe zum Diakon eher als Vorstufe zur Priesterweihe gesehen wurde, wird der eigenständige Diakonat erst langsam wieder entdeckt. Seit 40 Jahren gibt es wieder Männer, deren Berufung es ist, Diakon zu sein. Sie sind meistens in sozialen Belangen der Gemeinden eingesetzt. Im Gottesdienst dürfen sie predigen, taufen, beerdigen und eine Trauung durchführen.

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