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Choreographie der Himmelskörper

Wo in den vergangenen Tagen harte Rock-Riffs dominierten, regierten gestern ab dem frühen Abend die romantischen Jungs mit den akustischen Gitarren den Hessentag.
Der Erfurter Liederschreiber Clueso, dessen musikalische Bandbreite von Folk bis Techno hierzulande ihresgleichen sucht. Der Erfurter Liederschreiber Clueso, dessen musikalische Bandbreite von Folk bis Techno hierzulande ihresgleichen sucht.

Wo in den vergangenen Tagen harte Rock-Riffs dominierten, regierten gestern ab dem frühen Abend die romantischen Jungs mit den akustischen Gitarren. Die deutschen Liedermacher-Hoffnungen Max Prosa, Andreas Bourani, Philipp Poisel und Clueso (Foto) gastierten vor 8000 Fans in der Hessentagsarena.

Den Anfang machte der junge Berliner Max Prosa mit einem kurzen, aber intensiven Auftritt – vor allem begeisterte "Im Stillen", eine zart beginnende, sehnsuchtsvolle Ballade, die im satten Gitarren-Crescendo mündet. Das liebestrunkene "Visionen von Marie" erinnerte gar an den jungen Bob Dylan.

Der zweite im Bunde der tagträumenden Wuschelköpfe, Andreas Bourani, singt von sich, er könne "in drei Minuten die Welt erobern". Tatsächlich hatte er das Publikum binnen eines Liedes im Griff. Umso erstaunlicher, dass der Wahl-Berliner gerade mal seine erste CD veröffentlicht hat. Aber vor allem das eingängige, im Frühjahr oft im Radio zu hörende "Alles nur in meinem Kopf" quittierten die Fans schon nach den ersten, kräftigen Klavierakkorden mit Jubel.

Das Bommersheimer Feld war also bestens bestellt für die zweite Hälfte des Konzertes mit dem sympathisch-nuschelnden Schwaben Philipp Poisel ("Wo fängt Dein Himmel an?) und dem Erfurter Liederschreiber Clueso, dessen musikalische Bandbreite von Folk bis Techno hierzulande ihresgleichen sucht. Die Himmelskörper lieferten die perfekte Choreographie zum Konzert: Zu den ersten Takten von Max Prosa brach die Sonne durch die Wolken – und zeitgleich mit Cluesos Auftritt war die Mondfinsternis angekündigt. Wie könnte ein Konzert noch schöner werden? mfo/Foto: Sven-Sebastian Sajak

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