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Das grüne Paradies

In unserer Serie mit Tipps für einen Ausflug geht’s im sechsten Teil in Richtung Vogelsberg.

Kaum bricht in der Welt wieder mal ein Vulkan aus, denkt so mancher Frankfurter daran, dass wir auch in der Rhein-Main-Region auf dünnem Fels stehen. Die Erdkruste unter dem Vogelsberg ist eher dünn, ein baldiger Ausbruch dieses Vulkans indessen nicht zu befürchten: Der letzte liegt ungefähr sieben Millionen Jahre zurück. Heute präsentiert sich das mit 2 500 Quadratkilometern größte zusammenhängende Vulkangebiet Europas als grünes Paradies für Wanderer, Sportler und Genießer.

Hier ist die Welt zumindest in landschaftlicher Hinsicht noch in Ordnung, was sich allerdings noch nicht so recht bis in die wirtschaftlichen Zentren herumgesprochen hat. Sie suchen die Einsamkeit? Hier ist sie! Besonders entspannt lässt sich das wunderschöne Gebiet rund um den Hohen Vogelsberg von Grebenhain aus mit dem Planwagen erkunden. Einfach reinsetzen und los geht’s über Stock und Stein durch das Schwarzbachtal bis hinauf auf den Hoherodskopf. Von hier aus hat man einen gigantischen Ausblick.

Während der Fahrt erfährt man viel Wissenswertes über alte Handelswege und Pilgerrouten, die einst durch die karge Gegend führten. Anschließend führt unser Weg nach Ulrichstein, wo es mit etwas Glück sogar gruselig werden könnte: In der alten Schlossruine soll angeblich des Nachts ein Geist auf der Mauer umhergehen und jämmerliche Laute von sich geben. Über in der Nähe angesiedelte Katzenzüchter ist allerdings nichts bekannt.

Auf dem Gelände des ehemaligen Wehrbaus sind Architektur und Natur harmonisch vereint: Rund um die Ruine des Ulrichsteiner Schlosses grünt und blüht die Vogelsberger Fauna. Auf dem Areal findet sich neben Rinder-, Schafs- und Ziegenweiden, Bauern- und Kräutergärten auch ein beschildertes Wildpflanzenbeet – interessant und lehrreich zugleich. Nachdem wir noch dem Ehrenfriedhof einen Besuch abgestattet und dabei die außergewöhnliche Mauer- und Felsenvegetation sowie alte Obstbaumsorten auf den Wiesen betrachtet haben, ist es jetzt aber genug mit der Botanik.

Wir steigen zackig auf den Schlossturm, schauen in die Ferne und satteln das Auto für die Weiterfahrt durch blühende Landschaften nach Bad Salzschlirf. Klar, hier kann man sich auch vortrefflich von diversen Zipperlein befreien lassen, denn der Name ist Programm, da bereits im Mittelalter salzhaltige Quellen das Interesse der damaligen Wirtschaft weckten, doch der Besuch im schönen Heilbad lohnt nicht nur für Kurgäste. Kulturell interessant sind viele gut erhaltene Bauten aus dem Mittelalter sowie der Zeit des Jugendstils.

Außerdem lädt eine nach dem Vorbild in Lourdes erbaute Mariengrotte zur inneren Einkehr, und wenn man einfach nur schlendern und entspannen möchte, laden kleine Cafes zum Verweilen ein – ein Stadtbild zum Verlieben und eine Landschaft drumherum, die für Kurzurlaub wie geschaffen ist!

Mehr Infos gibt es in dem neuen Reiseführer «Freizeit in Hessen», der ab sofort für 5,80 Euro am gut sortierten Kiosk erhältlich ist. Sie können ihn auch im Internet unter www.journalportal.de bestellen.

ENDE

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