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Der FC Eddersheim hat wieder zugeschlagen

Bei der 27. Auflage des Offensiv-Cups kamen die Fußball-Fans aus der Region wieder voll auf ihre Kosten.
Nur Gewinner: Glückliche Eddersheimer Offensiv-Cup-Sieger, stolze Schirmherren, Veranstalter und Sponsoren.	Foto: Schellhaas Bilder > Nur Gewinner: Glückliche Eddersheimer Offensiv-Cup-Sieger, stolze Schirmherren, Veranstalter und Sponsoren. Foto: Schellhaas

Mehr als 2000 Zuschauer fanden am Samstag den Weg in die Krifteler Kreissporthalle und machten das Hallenspektakel wieder zu einer einzigartigen Mischung aus hochklassigem und spannendem Sport, Emotionen und dem Engagement für die gute Sache. Zugunsten der Stiftung Leberecht, die sich für geistig und körperlich behinderte Kinder einsetzt, kam eine prächtige Spendensumme von mehr als 12 000 Euro zusammen. Die Veranstalter und Organisatoren um den Regionaldirektor der Taunus-Sparkasse, Dieter Padberg, und Kreisfußballwart Karl-Heinz Reichert konnten wieder einmal sehr zufrieden sein. "Wir sind froh, dass wir als Sponsor bei einem solch hervorragenden Turnier dabei sein dürfen, und freuen uns jetzt schon auf den 28. Offensiv-Cup", verabschiedete Dieter Padberg die Fußballer und Fans bei der Siegerehrung.

Favoriten scheitern

Insgesamt fielen 144 Tore, sportlich dominierten mit Sieger FC Eddersheim und Finalist TuRa Niederhöchstadt zwei Mannschaften, die keiner so richtig auf der Rechnung hatte. Nachdem Viktoria Kelsterbach seine Chance auf die Pokalverteidigung schon in der Vorrunde verpatzte und Regionalligist 1. FC Eschborn von Hessenligist Eddersheim im Halbfinale ausgeschaltet wurde, standen mit dem FC Eddersheim die überzeugendste und mit TuRa Niederhöchstadt die engagierteste und nervenstärkste Mannschaft im Endspiel.

Während sich der Zweite der Gruppenliga Wiesbaden durch späte Tore gegen Kelsterbach (3:3) und das zweite Überraschungsteam SV Kriftel (4:3) Platz eins in der Gruppe A gesichert hatte und auf dem Weg ins Finale hintereinander Ligakonkurrent SG Hoechst und Verbandsligist Germania Schwanheim im Neunmeterschießen ausschaltete, agierte Eddersheim souverän. Die Gruppe C wurde von Trainer Adi Dworschaks Mannschaft mit schönem Kombinationsfußball gegen A-Ligist DJK Hattersheim (5:1) und die SG Hoechst (5:3) gewonnen. Nachdem Lokalmatador SV Kriftel erst in den Schlusssekunden in einem spannenden Viertelfinale mit 4:3 besiegt wurde, stellte der 1. FC Eschborn in der Vorschlussrunde das geringere Problem dar – 3:0.

Spannung im Finale

Im Finale wartete die von Carsten Ache trainierte TuRa Niederhöchstadt. Die abwartenden Eddersheimer schockten den Gruppenlisten in der zweiten Minute mit einem überlegten Flachschuss von Ali Ibrahimaj ins rechte untere Eck. Dennis Blum beantwortete den 0:1-Rückstand prompt mit dem Ausgleich. Spannung prägte in der Folge das Finale. Julien Antinac musste bei seinem Treffer zum 2:1 nach sieben Minuten zittern. TuRa-Schlussmann Marc Klüpfel, der zum besten Torwart des Turniers avancierte, war am Schuss des Stürmers zwar dran, musste aber zusehen, wie der Ball über ihn hinweg ins Tor trudelte. Zwei Minuten später traf wieder Blum, von Marco Busch bedient, ins lange Eck zum abermaligen Ausgleich. Die beiden Beteiligten wendeten die Partie nach zehn Minuten, als Blum für Busch auflegte und dieser zur ersten Führung der Niederhöchstädter traf. Eddersheims Bester, Ali Ibrahimaj, brauchte aus ähnlicher Position wie beim 1:0 nicht lange, um das 3:3 zu erzielen.

Nach zwölf Minuten wechselte die Führung wieder, als Leonardo Bianco seine Klasse unter Beweis stellte und über die linke Seite im Alleingang das 4:3 besorgte. Der FC Eddersheim um Torwart Maximilian Filz, Christian Matheisen, Thomas Lindner, Julien Antinac, Bianco, Ibrahimaj, Celal Yesil, Robin Malura, Ersatz-Torwart Jan Martin Gemmer und die A-Jugendlichen Dominik Raab und Marius Antinac hätten in der Folge diese Führung ausbauen können, da der Gegner nun offensiver agierte und so Lücken in der Abwehr entstanden. Unvermögen, Pech und TuRa-Torwart Klüpfel verhinderten aber das 5:3 für Eddersheim. Somit blieb es Andreas Scherer vorbehalten, zwei Minuten vor dem Ende per Linksschuss das 4:4 zu markieren. Der achte Turniertreffer des Defensiv-Spielers sicherte ihm die Torjäger-Trophäe und seiner Mannschaft den Einzug ins dritte Neunmeterschießen in Folge.

Neunmeterschießen

Dort konnte Scherer seinen fünften Strafstoß des Turniers gegen Filz nicht im Tor unterbringen. Auch Blum scheiterte, dafür trafen Mansouri, Busch und Roth. Eddersheim war diesmal nervenstärker. Nur Bianco scheiterte. Matheisen, Ibrahimaj und Lindner verwandelten sicher. Am Ende hing alles am jungen Marius Antinac, der mit einem eiskalt ins rechte Eck verwandelten letzten Neunmeter dem Hessenligisten den sechsten Offensiv-Cup-Sieg sicherte. "Der Ball ist mir erst noch vom Punkt gerollt. Dann habe ich mir aber einfach gedacht: Den haust du jetzt rein", erzählte Marius Antinac. Der Offensiv-Cup-Debütant war in Kriftel schon oft Zuschauer. "Jetzt live dabei zu sein und das Ding direkt zu gewinnen, ist ein herausragendes Gefühl", sagte er.

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