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Der «Koran»

Der Koran ist seit etwa 1400 Jahren das zentrale Dokument der islamischen Kultur und Gesellschaft. Mehr erfahren Sie heute in unserem Islam-Abc.

Der Koran ist seit etwa 1400 Jahren das zentrale Dokument der islamischen Kultur und Gesellschaft. Mehr erfahren Sie heute in unserem Islam-Abc.

KORAN: Das arabische Wort Qur án bedeutet Lesung, Rezitation. Der Koran ist die heilige Schrift des Islam. Er besteht aus 114 Kapiteln, den Suren, die wiederum in Verse unterteilt sind. Die Suren sind weder chronologisch noch logisch geordnet, sondern nach der Länge. Der Koran beginnt mit der Fatiha. Sie ist kurz, hat die Form eines Gebets und ist die wohl meistzitierte Sure.

Darauf folgt die mit 286 Versen längste Sure «Die Kuh». Sie führt die Serie der 24 medinensischen Suren an. Diese Suren bilden die Grundlagen der religiösen Gesetzgebung der Moslems, der Scharia. Sie entstanden, als Mohammed bereits Oberhaupt über seine Umma, Gemeinschaft der Gläubigen, war und hiermit das Zusammenleben regeln wollte.

Die Aufteilung in Suren aus Medina und Mekka wurden von islamischen Schriftgelehrten vorgenommen. Nach den medinensischen folgen die deutlich kürzeren Suren aus Mekka, die in drei Zeitabschnitte eingeteilt werden. Der erste umfasst die ersten vier Jahre der prophetischen Tätigkeit Mohammeds in Mekka und handelt vom Jüngsten Gericht. Der zweite Abschnitt stammt aus dem fünften und sechsten Jahr, der dritte umfasst das siebte bis zehnte Jahr, handelt in erster Linie von den Propheten.

Der Koran enthält nach Ansicht der gläubigen Moslems die letzte und damit endgültige göttliche Offenbarung und bietet Orientierung für das tägliche Leben. Gläubige sollen viele Verse auswendig können, um Gott besonders nahe zu sein.

Nur im arabischen Original gilt der Koran als heilig, jede Übersetzung bedeutet Interpretation. Die Satzmelodie und der Versklang ist dabei nicht einzuhalten. Dem Rezitieren von den in Reimprosa abgefassten Koranversen kommt eine große Wichtigkeit zu. Denn das Wort Gottes wird in einem charakteristischen Singsang rezitiert.

Der Koran ist Mohammed vom Erzengel Gabriel in der Zeit von 610 bis 632 übermittelt worden. Mohammed ließ die Worte auf Pergament oder Baumrinde aufschreiben. Noch zu Lebzeiten Mohammeds sind Abschriften entstanden. Die heute verbindliche Ausgabe beruht auf einer Bearbeitung des dritten Kalifen Uthman (644–656).

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