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Der Taunus von seiner besten Seite

Von Mit Glücksrädern, Lollys und roten Eimern versuchen Kommunen und Einrichtungen aus dem Taunus, für sich zu werben. Ob die Strategie aufgeht, wird sich erst zeigen, wenn der Hessentag längst beendet ist.
Am Glücksrad beim Opel-Zoo. Fotos: Reichwein Bilder > Am Glücksrad beim Opel-Zoo. Fotos: Reichwein

Der Hammer saust auf den Holzblock, über den die Walnuss rollt. Doch auch Markus Koob, Referent von Landrat Ulrich Krebs scheitert. Die Nuss landet unbeschadet auf dem Boden. Spaß hat es Koob am Infostand der Stadt Kronberg dennoch gemacht, so wie er sich an vielen der unterschiedlichen Angebote der Taunus-Gemeinden und -Institutionen erfreut. Ob Fanfarenzug oder "Kleine Oper", ob Kampfsport oder Kulinarisches – Ziel sei es "den Taunus in seiner Vielfalt so darzustellen, wie er ist".

Und das geht auch im Jahr 2011 auch ohne den übertriebenen Einsatz von Computern und Multimedia. "Wir wollen nicht mit der Technik, sondern mit den Attraktivitäten der Kommunen punkten", sagt Koob. Gemessen am Besucherandrang in der Adenauerallee, haben sich die gemeinsamen Anstrengungen der Kommunen, des Kreises und der Taunus Touristik schon jetzt gelohnt, ist Koob überzeugt. "Wer hätte gedacht, dass sich eine Sandburg zu einem Publikumsmagneten entwickelt?", fragt er.

Und in der Tat, vor dem Sandmodell der Eppsteiner Burg finden sich immer wieder Neugierige, die sich für das imposante und tonnenschwere Bauwerk des niederländischen Künstlers Martijn Smits interessieren und eifrig Fotos machen. Wesentlich geringer ist bislang noch das Interesse an den roten Eimern, die für 2,90 Euro verkauft werden. Der Käufer erwirbt damit auch das Recht, am Sonntag eine Portion der 80 Tonnen Sand mit nach Hause zu nehmen.

Um den Besuchern ihre Besonderheiten näherzubringen, haben sich die Kommunen einiges einfallen lassen. Und ohne Spielerisches, das hat auch Gerold Dieke vom Stiftungsrat des Kronberger Burgvereins beobachtet – ist es nahezu unmöglich, den Besuchern Informationen zu vermitteln. Alles, was Geld kostet, liegt wie Blei auf dem Infotresen.

Zum Schlag ausgeholt

Dr. Thomas Kauffels, Direktor des Opel-Zoos, dreht höchstpersönlich am (Glücks-) Rad dreht. Hochsaison im Zoo, Beteiligung am Programm "Natur auf der Spur" und die Beteiligung am Kronberg-Stand, da seien viel Schultern gefragt – "auch die Chef-Schultern".

Am Stand von Usingen, Waldsolms, Wehrheim, Weilmünster und Weilrod lockt der Attighof Golf Club. Dort können Besucher ausprobieren, wie schwierig es ist, das kleine weiße Bällchen mit dem Schläger zu treffen. Bei Kindern ist der Stand der Main-Taunus-Gemeinden: Dort lassen sich Buttons herstellen und sie können mit Schaumknete basteln. Aus Flörsheim gibt es popige Postkarten der Wickerer Warte oder des Brückenheiligen Nepomuk aus Weilbach. Besonders geschmackvoll: die Kelkheim-Lollys.

Das 35-fache seines Einsatzes gewann ein Besucher während der Einführung ins Französiche Roulette – er hatte auf die 27 gesetzt. Kaufen kann er sich für den satten Gewinn nichts, denn es handelte sich um wertlose Jetons. Immerhin gab es für den Spieler und seine Frau Freikarten für den Spielbankbesuch in Bad Homburg. Und darauf hoffen schließlich alle, die sich an der Adenauerallee präsentieren: Dass sie Interesse wecken können – und dass die Besucher irgendwann wieder kommen, wenn der Hessentag vorüber ist.

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