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Tricks der Einbrecher: Die Geheimsprache der Ganoven

In der Ferienzeit sind Einbrecher besonders gerne aktiv – und die Ganoven kennen dutzende Tricks und Kniffs, um sich zu warnen und Häuser auszukundschaften. Wer gut aufpasst, kann ihnen das Leben schwer machen. Ein Fall aus Bad Soden.
Während der Ferien sind Einbrecher besonders gerne aktiv. Foto: dpa Foto: Franz-Peter Tschauner/dpa Während der Ferien sind Einbrecher besonders gerne aktiv. Foto: dpa
Bad Soden.  Wenn Einbrecher ihr Werk tun, rücken sie oft in ganzen Banden an. Eine Vorhut beobachtet die Lage und bringt am Gebäude Zeichen an. Die Palette reicht von Klebestreifen an den Gartentoren, die ihnen verraten, ob Bewohner daheim sind – bis hin zu „Gaunerzinken“. Das sind die Geheimzeichen, mit denen Ganoven oder Drückerkolonnen sich verständigen und Hinweise geben.

Sehr unscheinbar, aber mitunter ein Hinweis auf Einbrecher. Wer so etwas sieht, sollte vorsichtshalber die Polizei anrufen. Bild-Zoom
Sehr unscheinbar, aber mitunter ein Hinweis auf Einbrecher. Wer so etwas sieht, sollte vorsichtshalber die Polizei anrufen.
Jetzt wurden Anwohner „Am Hübenbusch“ auf die Zeichen der Kriminellen aufmerksam. „Mein Mann hatte den Briefkasten unserer Nachbarn ausgeleert und plötzlich diesen Kringel gesehen“, berichtet Claudia Keitsch. Eine Kurzmitteilung (SMS) an einen bekannten Polizeibeamten habe ergeben, dass es sich tatsächlich um eine Markierung Krimineller handeln könnte. Keitsch: „Wir haben sofort die benachbarten Häuser gecheckt und auch dort Kringel in der Nähe der Klingelschilder entdeckt.“ Ein unangenehmer Gedanke, findet die Mutter eines 15 Monate alten Jungen. „Man macht sich Sorgen.“ Noch mehr, wenn man die Verantwortung für ein kleines Kind trage. Die Polizei in Eschborn habe den Fall aufgenommen und zugesagt, dort oben verstärkt Streife zu fahren. „Uns ist aber wichtig, dass auch die anderen Anwohner davon erfahren und darauf reagieren können“, sagt die 31-Jährige.


Claudia Keitsch habe sich genau richtig verhalten, sagt Kriminalhauptkommissar Andreas Beese. „Wer eine solche Markierung entdeckt, sollte sofort die 110 anrufen.“ Die Polizeibeamten dokumentierten den Fall und überprüften die Objekte der Nachbarschaft. Erst dann werde das Zeichen entfernt. Die Bedeutung der Symbole sei vielfältig, weiß Beese. Sie informierten auch darüber, ob es einen bissigen Hund gebe, oder ob die Nachbarschaft aufmerksam sei und schnell die Polizei verständige. Vorsicht sei angebracht. Oft seien osteuropäische Banden am Werk. juwi
 

Wer weitere Tipps im Kampf gegen Einbrecher einholen möchte, kann die polizeiliche Beratungsstelle in Hofheim anrufen: Telefon 0 61 92 / 2 07 92 31. Mit einem der Fachleute können Mieter und Hauseigentümer Beratungstermine vereinbaren.


Tipps zum Schutz vor Einbrechern

Blitzschnell ist die Terrassentür aufgehebelt. 	Foto: Archiv
Sicherheits-Tipps der Polizei Zur Urlaubszeit: So schützen Sie Ihr Haus vor Einbrechern

Zur Urlaubszeit leerstehende Häuser sind reizvolle Ziele für Diebe. Doch mit den richtigen Maßnahmen kann man es den Ganoven zumindest schwer machen.

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Einbrecher austricksen: Anwesenheit vortäuschen

Berlin (dpa/tmn) - Einbrecher wollen natürlich nicht auf frischer Tat ertappt werden. Befürchten sie, jemanden im Haus anzutreffen, ist das Risiko für sie meistens zu groß.

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Auf der Flucht: Die Zahl der Einbrüche ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Haus- und Wohnungseigentümer tun gut daran, in Einbruchschutz zu investieren. Foto: nicht-bei-mir.de
Cleverer als der Einbrecher: Technik und Tricks zum Schutz

Die Kriminalitätsstatik 2013 zeigt: Die Zahl der Einbrüche in Deutschland ist auf den höchsten Stand seit 15 Jahren gestiegen. Wie Bewohner sich schützen können, erläutert die Initiative «Nicht bei mir!».

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Richter präsentiert den „Personal Protector“: Das Gerät stößt bei Aktivierung einen lauten Ton aus und schlägt somit jeden Angreifer in die Flucht. 	Foto: Mag
Senioren lernen, wie Einbrecher ticken

Kürzlich konnten interessierte Senioren ihr Wissen über Sicherheit auffrischen und sich über die neuesten Tricks und Gaunereien informieren, deren Zielgruppe sie leider immer öfter sind. Informationen gab es natürlich aus erster Hand.

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