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Die «Volle-Natur-Tour» durch die Rhön

In unserer Serie mit Tipps für einen Ausflug geht’s im vierten Teil in die Rhön.

Die Rhön gehört zu den ursprünglichsten Gegenden Hessens. Vor der Wende direktes Zonenrandgebiet, blieb die malerische Landschaft vor Zersiedlung und Industrialisierung verschont.

Was für die hier wohnenden Menschen nicht immer leicht war, ist für Erholung suchende Naturfreunde heute ein ausgezeichneter Grund, immer wieder in diesen kühlen Winkel unseres Bundeslandes zu reisen. Im Winter lockt die Wasserkuppe mit ihren (für hessische Verhältnisse) schneesicheren Pisten, doch der eigentliche Reiz der Rhön erschließt sich in der warmen Jahreszeit, wenn man scheinbar endlos durch einsame Wälder oder blühende Wiesen mit oft seltener Vegetation streifen kann.

Das Gipfelkreuz des Buchschirmbergs ist einer der Höhepunkte des Ausgangspunktes unserer Tour: des mit einem roten H ausgeschilderten Rundwanderweges Hilders. Nach zackigem und anregendem Durchwaten des Kneipp-Tretbeckens im Ort geht es anschließend stramme 12 Kilometer durch die Rhön. Höhenunterschiede von bis zu 225 Metern und landschaftliche Abwechslung erwarten den Wanderer auf seinem mit dem Deutschen Wandersiegel prämierten Weg. Gut vier Stunden geht man mitten durch Wiesen, vorbei an Teichen und Anhöhen mit traumhaftem Ausblick. Dabei winkt die Ruine der Auersburg aus dem 12. Jahrhundert und dokumentiert anschaulich, dass man sich hier schon im Mittelalter jeden Hügel streitig machte.

Anschließend ersparen wir uns den mühseligen Aufstieg auf die Wasserkuppe und nehmen lieber das Auto. Wer schon immer einmal die schöne Rhönlandschaft von oben betrachten wollte, hat von Hessens höchstem Aussichtspunkt dazu Gelegenheit: Das hier gelegene ehemalige Militärgebäude ist ein beliebtes Ausflugsziel, der Blick reicht in alle Richtungen und beschäftigt uns bei guter Sicht mindestens eine halbe Stunde. Danach besuchen wir eine rar gewordene Landschaftsform: Moore sind in Deutschland sehr selten geworden, doch hier, in der Einsamkeit Osthessens, findet sich noch eines der letzten Hochmoore der Region.

Ein 1,2 Kilometer langer, mit Lehrtafeln bestückter Bohlenpfad führt durch die einzigartigen Karpatenbirkenwälder des Roten Moores. Der Aussichtsturm am Ende des Weges gewährt schließlich einen schönen Blick auf die ehemalige Torfabbaufläche. Jetzt dürften auch dem tapfersten Wanderer die Füße schmerzen – Zeit für Entspannung, Zeit für das relaxte Ende eines schönen Ausflugs am Busen der Natur. Genauer: Am Ufer des Guckaisees, der vermutlich nach einem Bergrutsch aufgestaut wurde und heute einen herrlichen Blick über das Wasser und die schöne Landschaft bietet.

All jene, die vom Sport immer noch nicht genug haben, können im unteren Teil sogar Kanu fahren, der unwillige Rest kühlt entweder den müden Körper in den (definitiv!) erfrischenden Fluten oder chillt einfach am Ufer dem Abend entgegen.

Mehr Infos gibt es in dem neuen Reiseführer «Freizeit in Hessen», der ab sofort für 5,80 Euro am gut sortierten Kiosk erhältlich ist. Sie können ihn auch im Internet unter www.journalportal.de bestellen.

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