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Ein Schlemmertag im Odenwald

In unserer Serie mit Tipps für einen Ausflug geht’s im zweiten Teil in Richtung Odenwald.
Grün und hügelig präsentiert sich der Odenwald. Bild-Zoom
Grün und hügelig präsentiert sich der Odenwald.

Ob Sie es glauben, oder nicht: Der Odenwald gehört zu den noch unentdeckten hessischen Regionen. Während sich im Taunus die Wanderer auf die Füße treten, bleibt hier viel Platz zum Wandern, Entspannen – und zum Genießen!

Im Odenwald versteht man viel vom Traubenwein. Die klein parzellierten Weinberge an der Hessischen Bergstraße sind bisher glücklicher Weise einer größeren Flurbereinigung entgangen und bieten somit für Weinwanderer ein traumhaft schönes Terrain mit schönem Blick in die Rheinebene. Große Weinbaubetriebe sind hier eher selten, Teilzeitwinzer bewirtschaften engagiert ihre kleinen Wingerte und beliefern entweder die ausgezeichnete Winzergenossenschaft oder machen ihr eigenes Tröpfchen. Einer der wenigen größeren und überregional bekannten Familienbetriebe ist unsere erste Station, das Weingut Simon-Bürkle in Zwingenberg mit für die Region typischen, klaren, trockenen und fruchtbetonten Tropfen. Hier lohnt vor allem die Verkostung von Riesling und der weißen Burgundersorten, die an der Bergstraße eine schöne Balance zwischen Frucht und Mineralität entwickeln und hier auf hervorragendem Niveau an- und ausgebaut werden. Im gutseigenen Restaurant Bunter Löwe kann man die Gewächse anschließend überprüfen.

Wer sich kulinarisch lieber gleich an die Spitze begeben möchte, der ist im Restaurant Treusch’s Schwanen in Reichelsheim bestens aufgehoben. Hier kocht man bereits in zweiter Generation authentische Odenwälder Hochküche ohne Berührungsängste zur weiten Welt. Den passenden Wein zu Röllchen von der Seezunge mit Hummer oder Crepinette vom Rehrücken kann man sich dabei aus dem begehbaren Weinkabinett selbst aussuchen – entweder einen Tropfen von nebenan oder solche von «ganz weit weg». Sie sind müde und satt? Kein Problem, die Zimmer sind ausgesprochen empfehlenswert.

Dann geht es weiter in den tiefen Odenwald nach Fürth, hinter sieben Bergen zu den weit mehr als nur sieben Bränden des Dieter Walz. Mit Aromatherapie meint der bekannte Brenner jedoch keine ayurvedische Anwendung, sondern vielmehr seine Kelterei- und Destillierkunst, bei der die wertvollen Aromen des heimischen Obstes in Alkohol gebunden werden. Neben allerlei Hochprozentigem stehen Schaum-, Perlweine sowie Liköre und einiges mehr im Angebot. Deutschlandweit bekannt wurde Walz für sein Getränk namens Apfelwalzer, einen hervorragenden Jahrgangsschaumapfelwein, der nach Champagner-Methode erzeugt wird.

Zum Schluss machen wir einen Abstecher nachLampertheim. Na gut, das liegt zwar nicht direkt im Odenwald, aber dicht davor und bietet Freunden des Gerstensaftes ungewöhnliche Varianten ihres Lieblingsgetränkes in der Hausbrauerei. Pils, Dunkelbier oder Bier-Mixgetränke kennt jeder, doch in diesem charmanten Betrieb gibt es sogar Cannabis Dreams, ein mit Hanf und Hanfblüten hergestelltes Pils. Und das ist keine moderne Partydroge, denn mit Hanf wurde bereits im 16. Jahrhundert gebraut, bevor das Reinheitsgebot solch kreative kulinarische Ideen untersagte. Der schöne Biergarten und ausgezeichnete Gerichte vom Lavagrill fungieren dabei als gesunde Grundlage für die unterschiedlichen Bierspezialitäten.

Mehr Infos gibt es in dem neuen Reiseführer «Freizeit in Hessen», der ab sofort für 5,80 Euro am gut sortierten Kiosk erhältlich ist. Sie können ihn auch im Internet unter www.journalportal.de bestellen.

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