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«Exorzismus» bis «Fastenzeit»

Die «Teufelsaustreibung», wie sie in Hollywood-Filmen inszeniert ist, hat mit dem katholischen Exorzismus nichts zu tun. Lesen Sie heute in unserem Lexikon des Christentums, worum es wirklich geht.
Dieser Bursche ist in der Kirche nicht gern gesehen. Foto: Peter Endig (dpa-Zentralbild) Dieser Bursche ist in der Kirche nicht gern gesehen.

E

Ewiges Leben: Meint «unendliches Leben» nicht im Sinne von «immer so weiter», sondern im Sinn von «erfüllt». Die damit verbundene «ewige Ruhe» meint nicht «alles still», sondern eine Ruhe, die ähnlich ist dem beredten, erfüllten Schweigen von Liebenden, die nichts machen und sich nichts sagen müssen in bestimmten glücklichen Stunden ihres Lebens: Sie sind einfach füreinander da und genießen das Miteinander – ein schönes Abbild dessen, was ewiges Leben meint.

 

Exorzismus: Damit ist das Gebet der Christen zu Gott gemeint, das ihn bittet, dem Bösen im Menschen seine eigene Macht entgegenzustellen. Es wird für jene gebetet, die sich nicht mehr zu helfen wissen vor dunklen Vorstellungen und Wünschen und sich davon regelrecht besessen fühlen.

Handauflegung, Entzünden einer Kerze aus Anlass der Gebetsstunde, Gesang und Salbung mit Öl unterstreichen die Gemeinschaft mit den Glaubenden und die Gegenwart Jesu. Filmische Darstellungen von allerlei Zauber rund um die «Teufelsaustreibung» haben mit dem katholischen Glauben nichts zu tun, weil sie nur Ängste schüren. Im Mittelpunkt des christlichen Exorzismus steht das Gebet um Heilung und die Bewahrung vor dem Bösen.

F

Fastenzeit: Ab Aschermittwoch gibt es eine 40-tägige Fastenzeit. Die 40 Tage kommen zusammen, wenn man die Sonntage abzählt, die nicht als Fasttage gelten, und auch die Tage nach Palmsonntag zählen nicht dazu. Die Zahl ist so wichtig, weil sie an die biblische Geschichte erinnert: 40 Tage war Sintflut, solange hielt sich Mose auf dem Sinai auf, redet der Prophet Ezechiel Israel ins Gewissen, verbirgt sich Elija in der Wüste und wird Ninive unter Jona geprüft.

40 Jahre dauerte die Wüstenwanderung Israels, so lange lebten sie unter der Herrschaft der Philister, währte jeweils die Herrschaft der Könige David und Salomo. Das Buch Exodus hat vierzig Kapitel.

Jesus fastete 40 Tage vor seinem öffentlichen Wirken: Das ist der Grund der christlichen Fastenzeit. Dann kommt eine Woche von Palmsonntag bis Ostern. Und dann, weil der auferstandene Christus seine Jünger 40 Tage lang lehrte, folgt eine 40-tägige Freudenzeit bis Christi Himmelfahrt.

Das Abc des Christentums finden Sie auch auf unserer Webseite. Der Link lautet:

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