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Geschafft, das Stöffche fließt

Von Sommerzeit ist Apfelweinzeit, und so feierte der Hessische Rundfunk (HR) im großen HR-Treff am Bahnhof sein traditionelles Apfelweinfest. Das Motto "Hopp, hopp, hopp – Schobbe in de Kopp!"
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (links) legte beim Apfelweinfest Hand an, damit die Bembel gefüllt werden können. Bürgermeister Hans-Georg Brum (Mitte) half ihm dabei.	Foto: jr Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (links) legte beim Apfelweinfest Hand an, damit die Bembel gefüllt werden können. Bürgermeister Hans-Georg Brum (Mitte) half ihm dabei. Foto: jr

Es gab gleich drei Premieren beim Apfelweinfest des HR am Donnerstagabend: Zum einen fand das Fest zum ersten Mal auf einem Hessentag statt. Die letzten Male wurde immer in Bornheim gefeiert. Zum zweiten feiert natürlich der Hessentag an sich in der Brunnenstadt Premiere. Und auch der hessische Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) betrat Neuland: Zum ersten Mal durfte er den legendären Fassanstich übernehmen. Assistiert wurde ihm dabei von Oberursels Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD).

Den zwei Politikern gelang es schließlich auch ohne große Anstrengungen, das Stöffche zum Fließen zu bringen. Gleich beim ersten Schlag sprudelte der Apfelwein in den Bembel. Da die Sendung vom HR aufgezeichnet wurde, war es auch nicht so tragisch, dass Bouffier gleich zweimal nicht den Countdown abwarten konnte und direkt zur Tat Schritt. "Das einzige Problem, was auftreten könnte, ist, dass kein Apfelwein mehr im Fass ist", scherzte Moderator Jörg Bombach, der locker und amüsant durch die Show führte.

Nachdem der Fassanstich im Kasten war und die ersten Bembel in den Zuschauerreihen wieder aufgefüllt waren, stimmte das Frankfurter Original Roy Hammer gemeinsam mit seiner Sängerin Trude Blume die Gäste musikalisch auf einen unterhaltsamen Abend ein. Dazu wurde der Evergreen "Für mich soll’s rote Rosen regnen" von Hildegard Knef kurzerhand "eingehessischt" und in "Für mich soll’s lieber Äppler regnen" umbenannt.

Urkomische Gags

Die Big Band des HR spielte zudem wie immer hervorragend, und deshalb wurde von Anfang an im Publikum kräftig mitgesungen und mitgeklatscht. Für viele Lacher sorgte dann ein echter Sachsenhäuser Bub, der quasi mit dem Äppler im Blut geboren wurde: Bodo Bach. Wie immer waren seine Gags urkomisch, und er wirkte noch viel sympathischer, wenn er sich selbst auf die Schippe nahm und darüber lachen konnte. "Es ist schon verrückt, dass man sich hier trifft, um ein Nahrungsmittel zu feiern. Und das in Zeiten von EHEC und Co", stellt er fest.

Neben Musik und guter Laune gab es aber auch die ein oder andere scharfe Zunge. Lars Reichow, bekannt für sein politisches Kabarett, nahm nicht nur die lokale Politik auf den Arm. "Wenn Merkel die Atompolitik nicht beerdigt hätte, hätte sie sich selbst beerdigt!", ist er sich sicher. Bei all den derben Witzen über seine Parteikollegin aus Berlin, behielt Bouffier stets tapfer ein Lächeln im Gesicht.

Urkomisch war auch der Comedian und Radiomoderator Johannes Scherer, der eigentlich gebürtiger Bayer ist, aber gekonnt viele hessische Mundarten imitieren konnte. Auf Umwegen zum Apfelwein kam HR3-Moderator Mathias Münch, der neulich im Fitness-Studio feststellte: "Was soll ich mit einem Sixpack? Ich hab ein Bembelchen". Und spätestens beim Auftritt von Martin-Maddin- Schneider war die Stimmung im Zelt auf dem Höhepunkt angekommen.

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