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Landeshauptstadt Oberursel

Draußen buntes Hessentags-Getümmel, drinnen wird regiert. Das hessische Kabinett tagte am Freitag in Oberursel – und fühlte sich am ungewohnten Sitzungsort wohl.
Kabinettsitzung mit ungewöhnlichem Ausblick (auf Oberursel) und Gästen (das Hessentags-Paar). Die gestrige Zusammenkunft der Regierungsmannschaft hatte Einmaligkeitswert.	Foto: dpa Kabinettsitzung mit ungewöhnlichem Ausblick (auf Oberursel) und Gästen (das Hessentags-Paar). Die gestrige Zusammenkunft der Regierungsmannschaft hatte Einmaligkeitswert. Foto: dpa

Ein blumengeschmückter und einladend gedeckter Tisch mit Schnittchen und Keksen erwartete die Wiesbadener Ministerriege am Freitag in Oberursel. Nicht bei jeder Sitzung haben die Ressortchefs eine so grandiose Aussicht wie aus dem fünften Stock des Oberurseler Rathauses, wo sich das Kabinett am Freitag zu seiner traditionellen Hessentags-Sitzung traf. Über das Riesenrad des hr-Treffs am Bahnhof reichte der Blick bis auf die Frankfurter Skyline. Unten strömten wieder Tausende durch die Stadt – bis Donnerstagabend waren 935 000 Besucher gezählt worden.

Nach dem freundlichen Besuch vom Hessentags-Paar und der herzlichen Begrüßung von Oberursels stolzem Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) schlossen sich die Türen – Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) rief seine Minister mit der Sitzungsglocke zur Arbeit. Denn es wurde tatscächlich richtig regiert: Das Kabinett beschloss den Entwurf einer neuen Lärmschutzverordnung am Frankfurter Flughafen, beriet über die aktuelle wirtschaftliche Lage in Hessen und die "interkulturelle Öffnung der Landesverwaltung" – das bedeutet: Mehr Staatsdiener mit Migrationshintergrund.

Auch die Freiwillige Feuerwehr war Thema. Die Landesregierung räumte eine Hürde für viele Ehrenamtliche aus dem Weg: Nach einer neuen Verordnung können Feuerwehrleute ebenso wie Angehörige des Rettungsdienstes, des Katastrophenschutzes und des Technischen Hilfswerks künftig Lastwagen bis zu 7,5 Tonnen ohne Lkw-Führerschein fahren. Voraussetzung ist eine Prüfung der jeweiligen Institutionen. Damit soll es den ehrenamtlichen Helfern leichter gemacht werden, sich zu engagieren.

Die Minister fühlten sich wohl in Oberursel. "Dieser Hessentag ist frisch und lebendig", sagte Bouffier, der zum ersten Mal als Regierungschef ein Landesfest erlebt, aber natürlich schon über viel Fest-Erfahrung verfügt. Vor allem die freiwilligen Helfer seien zu loben, die sich um das Gelingen bemühten. Eine ganz öffentliche Kabinettssitzung könne er sich aber nicht vorstellen, denn dann leide vielleicht das Arbeitstempo, meinte Bouffier. Für "Schaufensterveranstaltungen" habe er nichts übrig.

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