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Main-Weser-Trasse: Ausbau rückt näher

Größerer Lärm, stärkere Erschütterungen, erhebliche Umweltzerstörung – auf diese drei Schlagworte lassen sich die Befürchtungen der Anwohner reduzieren, die sich gegen den Ausbau der Main-Weser-Trasse engagieren.

Die derzeit zweispurige Strecke zwischen Frankfurt-West und Friedberg ist aus Sicht der Verkehrsplaner überlastet und soll um zwei Gleise erweitert werden. In Frankfurt sind vom Ausbau die Stadtteile Ginnheim, Eschersheim, Berkersheim und Frankfurter Berg betroffen.

Im November 2011 hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) die Klagen von 28 Frankfurtern abgewiesen. Mit einer Klage aus dem Frühjahr 2012 verfuhren die Richter jetzt ebenso. Eine Anwohnerin aus Berkersheim hatte sie eingereicht, weil das Eisenbahnbundesamt (EBA) die Pläne für das Projekt im Februar noch einmal geändert hatte. Die neue Fassung sieht am Bahnübergang in Berkersheim statt der ursprünglich geplanten Rampe eine Treppe und einen Aufzug vor, außerdem die Verlegung eines Wirtschaftswegs.

Die Klägerin hatte sich juristisch gewehrt, weil sie der Umsetzung der Pläne 78 Quadratmeter ihres Gartens opfern muss. Es war die letzte Klage zum Trassenausbau, die beim VGH anhängig war. Frei ist der Weg für den Beginn der Arbeiter aber noch nicht: Weil der VGH vor einem Jahr keine Revision gegen die Abweisung der Klagen zuließ, haben mehrere Einreicher eine Nichtzulassungsbeschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVG) in Leipzig eingelegt.

Wann darüber entschieden wird, ist nach Angaben eines Sprechers "noch nicht absehbar". Weil es sich um schriftliche Verfahren handele, stehe lediglich fest, dass den Beschwerdeführern die Entscheidung per Post zugestellt werde. Klaus Funk von der Bürgerinitiative (BI) "2 statt 4" glaubt kaum, dass die Ausbaupläne am BVG scheitern werden: "Statistisch liegt die Erfolgschance von Nichtzulassungsbeschwerden bei nur 0,5 Prozent."

Ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB) sagte auf Nachfrage, dass dem EBA noch in dieser Woche ein verwaltungsgerichtlich gefordertes Erschütterungsgutachten übergeben werde. Erst nach Prüfung desselben könne die Behörde Baurecht erteilen. Weil nicht abzusehen sei, wann das Recht eingeräumt werde, könne die DB derzeit keine Prognose zum möglichen Baubeginn machen.chc

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