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Markt im Schatten des Doms

Von Der Weg über den Rhein ist nicht weit: In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt gibt es einen der größten Wochenmärkte der Region. Samstags mit dem Marktfrühstück der Mainzer Winzer.
Mainz. 
Der Mainzer Wochenmarkt auf dem praktischerweise Marktplatz geheißenen Platz. Foto: Barkewitz Bild-Zoom
Der Mainzer Wochenmarkt auf dem praktischerweise Marktplatz geheißenen Platz. Foto: Barkewitz
Eine solche Kulisse dürfte kaum ein anderer Markt bieten: Im Halbkreis rund um den mächtigen Mainzer Dom bauen die Händler dienstags, freitags und samstags ihre Marktstände von 7 bis 14 Uhr auf. Schirme in grün, weiß und orange konkurrieren mit dem dunkelroten Sandstein der Kathedrale. Unter den Schirmen eine riesige Auswahl.

Der Mainzer Wochenmarkt bietet natürlich alles, was der Besucher traditionell bei solch einem Anlass erwartet: Obst, Gemüse, Blumen, Pilze, Eier. Exotische Südfrüchte genauso wie heimische Apfelsorten. Auf Wunsch auch mit dem Etikett «Bioland – Ökologischer Anbau». Immer wieder bieten auch Imker ihr Angebot feil, das weit mehr umfasst als nur Honig im Glas aus allen erdenklichen Pflanzen. Likör, Bonbons und Hautcreme auf Honigbasis gibt es ebenso.

Ausgefalleneres bieten zwei Stände, die Oliven in unzähligen Tunken eingelegt präsentieren. Dazu korsischen Schafskäse. Ein anderer offeriert französiche Enten, noch einer ist umringt von Holztrögen. Darin Spreewälder Spezialitäten: Eingelegte Gurken in den Geschmacksrichtungen «Gewürz» oder «Senf», aber auch in ausgefalleneren Varianten wie «Chili», Knoblauch» oder Salz».

Kräuterstände bieten von entsprechenden Tees alles bis zum Lavendel-Schlafkissen. Die ortsansässigen Erzeuger haben neben ihrem Obst- und Gemüseangebot häufig noch Hochprozentiges aus ihren Ernteprodukten im Sortiment. Mirabellen, Zwetschen oder Birnen, wahlweise als Brand oder als etwas weniger starken Likör.

Die Preise dürften mit Supermarktangeboten kaum mithalten, allerdings erwartet die Wochenmarkt-Klientel das wohl auch garnicht. Marktgänger schätzen eher Ambiente und die Vielfalt aus rund 120 Ständen. Rund 70 von ihnen sind im Marktverein organisiert. Deren Vorsitzender, Michael Kaiser, preist das Lokalkolorit, das auch viele hessische Besucher aus Wiesbaden und dem Groß-Gerauer Raum anziehe. Umso mehr ärgert ihn, dass die Mainzer Parkhäuser jüngst ihre ohnehin happigen Tarife erhöht haben.

Auf dem Liebfrauenplatz hinter dem Dom beginnt der gemütliche Teil: das Marktfrühstück mit den Mainzer Winzern, samstags von April bis November. Die Winzer schenken dort ihre Tropfen aus, was schon zur Mittagszeit zu erhöhter Gesichtsröte und Lautstärke bei den Gästen auf den Bänken führt. Dazu das «Frühstück» der Metzgerstände: Fleischwurst, Brötchen und wahlweise Wurstsuppe oder Kaffee.

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