Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

«Priester»: Das Opfer des Ältesten

Bruder Paulus erklärt, woher der Begriff Priester kommt und welche Aufgaben er hat.
Der Priester ist der Vermittler zwischen Gott und den Menschen. Foto: dpa Foto: Arno Burgi (dpa-Zentralbild) Der Priester ist der Vermittler zwischen Gott und den Menschen. Foto: dpa

P

Priester: Der Mittelsmann, in manchen Religionen die Mittelsfrau, zwischen Gott und den Menschen. Diese Person bringt der Gottheit Opfer dar. Sie lebt von einem Anteil an den Opfergaben. Verwirrend: Das deutsche Wort Priester stammt vom griechischen «presbyteros» ab. Das bedeutet «Ältester».

Es hat mit dem Diener im Heiligtum nichts zu tun, ist eher ein soziologischer Begriff. In der evangelischen Kirche heißt die Gemeindeleitung «Presbyterium», eine Art Ältestenrat. Er besteht aus Gemeindemitgliedern und leitet mit dem Pfarrer die Gemeinde. Im Katholischen heißt «Presbyterium» dagegen die Gemeinschaft der Priester eines Bistums um den Bischof: Der zeigt Jesus als Mitte der Ortskirche an. Er gilt als der Hohepriester in einem Bistum.

Zunächst ist das unverständlich. Katholiken und Orthodoxe glauben nämlich wie alle Christen: Das Priestertum, bei dem einzelne etwas opfern, wurde durch Jesus ein für allemal aufgehoben. Der hat nämlich sich selbst geopfert. Mehr geht nicht. Fertig. Und dennoch: Dieses Opfer, so die Katholiken und Orthodoxen weiter, will Jesus immer wieder vergegenwärtigen. Jesus ist als Priester ewig tätig, verbindet allezeit Menschen mit Gott. Damit das sichtbar wird, nimmt er Menschen durch die Priesterweihe lebenslänglich in Beschlag. Durch sie macht er in Person sein Handeln in der Kirche amtlich.

Zur Startseite Mehr aus Themen von A bis Z

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz

© 2017 Frankfurter Neue Presse