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«Rechtfertigung»: Braucht man die Sakramente?

Was, wenn der Glaube einmal schwindet? Bruder Paulus erklärt, wann und wie der Mensch Buße tun soll.
Braucht man denn etwas Bußgesinnung, oder die Sakramente der Kirche? Foto: dpa Foto: Uwe Zucchi (dpa) Braucht man denn etwas Bußgesinnung, oder die Sakramente der Kirche? Foto: dpa

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Rechtfertigung: Die des Menschen vor Gott: Obwohl der ein Sünder ist, sagen Christen, dass er sich einfach vor Gott sehen lassen kann. Und das nur, weil Gott es so wollte. Er hat seinen Sohn Jesus aus reiner Liebe zum Menschen alle Sünden der Welt tragen lassen, die gegenwärtigen, die vergangenen und die zukünftigen. Seitdem braucht niemand mehr etwas zu leisten, um mit Gott in einem guten Verhältnis zu stehen. Jahrhundertelang haben sich Christen darüber gestritten: Braucht man denn nicht wenigstens etwas Bußgesinnung, oder die Sakramente der Kirche, oder muss man nicht doch die eine Wallfahrt machen oder ein bestimmtes Gebet sprechen, um Gott zufrieden zu stellen? Darauf antwortet besonders eindeutig Luther: Der gerechtfertigte Mensch sei allein durch Glauben im Lot mit Gott. Dies hat dann allerdings zur Folge, dass nun der Glaube zur Leistung wird: Wenigstens der muss von jedem persönlich «gebracht» werden. Katholiken sind da, auch wegen der Rechtfertigung, entspannter: Sie können auch mal einfach mit der einen oder anderen kirchlichen Handlung mitschwimmen, auch wenn der Glaube mal nicht so groß ist.

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