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Rettung aus luftiger Höhe

Im Unglücksfall zählt jede Sekunde. Besonders diffizil wird’s für die Retter, wenn das Opfer in der Höhe liegt.
Rettung vor der Kulisse von St. Ursula: Peter Daniel bringt Klaus Trost in Sicherheit. Zum Glück ist es nur eine Übung.	Foto: Sajak Rettung vor der Kulisse von St. Ursula: Peter Daniel bringt Klaus Trost in Sicherheit. Zum Glück ist es nur eine Übung. Foto: Sajak

Ein Gartenarbeiter wird beim Baumstutzen in luftiger Höhe von einem Bienenschwarm gestochen. Er reagiert allergisch und wird ohnmächtig. Das kann wirklich passieren. Beim Hessentag wurde aber gestern nur simuliert:

Der Arbeiter (gespielt von Klaus Trost) liegt bewusstlos in seinem Hubsteiger. Nun gilt es für Peter Daniel von der Bergwacht, schnell zu agieren. Schnell legt er einen Helm an, rüstet sich mit einem Brustgurt und einem Funkgerät aus und nimmt sich eine Kappschere zur Hand.

Mit einer Drehleiter wird Daniel von seinen Kollegen auf 20 Meter Höhe gehievt. Von einem Korb lässt sich der Retter zu seinem Opfer abseilen und legt mit der Erstversorgung los.

Mit einer Infusions-Therapie behandelt Peter Daniel den gestochenen Mann. "Da das Opfer nicht aufstehen kann, müssen meine Helfer und ich den Verletzten mit einem Luftrettungssack transportieren", erklärt Daniel, der zu der Höhenrettungsgruppe der Bergwacht am Großen Feldberg gehört. Schnell bringt der Helfer sechs Seile an den Rettungssack an und befreit schließlich den verunglückten Mann.

"Ein Vorfall wie dieser kann immer wieder passieren. Alles, was in der Höhe passiert, geht uns an", sagt Sicherer Hans-Martin Hiller. Sowohl er als auch seine Kollegen Peter Daniel und Klaus Trost arbeiten ehrenamtlich. "Wir gehen alle anderen Berufen nach. In unserer Freizeit arbeiten wir dann für die Bergwacht", erklären die Männer.

Außer medizinischem Know-how müssen die Helfer vor allem eines sein: schwindelfrei. Das demonstrierte die Bergwacht bei ihrem Einsatz auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehren Hochtaunus am Gewerbegebiet "An den Drei Hasen" eindrucksvoll. "Wir wollten diese Chance nutzen, um uns zu präsentieren. Vielen ist die Bergwacht leider kein Begriff", gibt Hiller zu bedenken.

Dies soll sich nach der Vorführung rasch ändern. Schließlich können Fälle wie der oben beschriebene jeden ereilen – egal, ob bei Arbeiten im Garten oder am Haus.sdr

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