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S6-Ausbau: 1500 Einwendungen – Bahn bearbeitet diese noch bis Frühjahr

Erst nächstes Frühjahr wird es mit dem Genehmigungsverfahren für den Ausbau der S-Bahn-Linie S6 von Bad Vilbel bis Friedberg weitergehen. Das kündigt die Deutsche Bahn an, die den viergleisigen Ausbau der Main-Weser-Bahn im Auftrag des Landes betreibt.

Derzeit sei die Bahn noch dabei, die über 1500 Einwendungen der Anlieger abzuarbeiten, erläutert ihr Sprecher Torsten Sälinger. Die Einwendungen hatten Bürger und Kommunen entlang der Strecke nach Offenlage der Planungsunterlagen vor einem Jahr schriftlich eingereicht (die FNP berichtete). Die Bearbeitung "wird noch bis Frühjahr 2013 dauern", sagt der Bahn-Sprecher. Dann gehen die Stellungnahmen zurück an das Regierungspräsidium Darmstadt (RP), das das Genehmigungsverfahren führt.

 

Das RP kann noch Erörterungstermine mit den Betroffenen machen, um in Streitfällen Lösungen zu finden. Sind alle Einwendungen abgewogen worden, also gelöst oder abgewiesen, kann das Eisenbahnbundesamt Baurecht erteilt.

Um ein wenig Zeit zu sparen, geht die Bahn parallel vor: "Derzeit werden auch Termine mit den Trägern öffentlicher Belange gemacht, die Einwendungen eingereicht haben", sagt Sälinger und meint damit beispielsweise Kommunen, Behörden oder Energieversorger.

Zügiger kommt die Bahn auch voran, weil sie sich wohl das Überarbeiten ihres Erschütterungsgutachten sparen kann. Laut Gerichtsvorgaben war eine solche Überarbeitung für den ersten Abschnitt des S6-Ausbaus auf Frankfurter Stadtgebiet nötig geworden. Diese ist inzwischen wohl fertig, denn der Bahn-Sprecher erklärt: "Das neue Erschütterungsgutachten für die erste Baustufe hat keine Änderungen erbracht. Die Bahn beabsichtigt daher, kein neues Gutachten zur Erschütterung in der zweiten Baustufe einzureichen." Das kommt nicht allzu überraschend: Beim Überprüfen der Planung hatte ein unabhängiger Gutachter der Wetterauer Anliegerkommunen bereits vor einem Jahr der Bahn bescheinigt, die Planung erheblich zugunsten etwaiger Betroffener ausgelegt zu haben.

Anders als das RP in der FNP einschätzte, sind wohl auch keine Nacharbeiten im Lärmgutachten geplant. Die Darmstädter Behörde hatte vermutet, dass womöglich eine Überarbeitung gesetzlicher Vorgaben vorgesehen sei. Die Bahn weiß davon nichts. "Es ist der DB nicht bekannt, dass Änderungen beim Schallschutz nötig geworden seien", sagt Sprecher Sälinger. Der unabhängige Gutachter hatte vergangenes Jahr darauf hingewiesen, dass der Ausbau den Anwohnern erhebliche Lärmminderung bringe: In Okarben beispielsweise werde es zum bis zu zwei Drittel leiser. dpg

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