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«Satan»: Der Teufel und die Hölle

Heute widmet sich Kapuzinermönch Bruder Paulus Terwitte im Abc des Christentums der Teufels-Vorstellung.
Ein Satanskostüm in der Harzer Walpurgisnacht. Foto: Matthias Bein (dpa-Zentralbild) Ein Satanskostüm in der Harzer Walpurgisnacht.

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Satan: Der Widersacher, auch Teufel genannt. Er sei ein gefallener Engel, der sich gegen die Herrlichkeit Gottes erhoben habe und nun durch die Welt streife, um die Menschen von Gott wegzuziehen. Er locke mit dem Himmel, wenn man von Gott ablasse. Und der «Himmel» des Satans, das sei nichts anderes als die Hölle – ein «Ort», an dem es kein Gespräch, keine Liebe, keine Beziehung gäbe. Bis zur Neuzeit dachte man sich nämlich Himmel, Erde und Unterwelt als Wohnorte von Gott, Mensch und Teufel.

Diese Vorstellung hat einen Denkfehler festgeschrieben, der sich bis heute erhalten hat: Als könnte Gott einen ebenbürtigen Gegenspieler haben. Dieses Denken nennt man Dualismus. Man muss dann nur noch den Glauben an Gott verlieren – und fertig ist die Angst vor dem Teufel, vor den Mächten des Bösen inklusive bizarrer Riten, die dagegen schützen sollen.

Richtig aber ist: Den Satan gibt es, wenn es ihn gibt, nur, weil Gott ihm die Möglichkeit dazu gibt. Deswegen sagen Christen heute statt «Satan hat’s getan» lieber: Man kann sehr persönlich in ein Fahrwasser geraten, in dem man seine eigenen Werte «zum Teufel jagt» – dann sollte man das nicht auf irgendeine böse Macht schieben, sondern lieber intensiv beten: Erlöse mich von allem Bösen, guter Gott! Und mit seiner Hilfe wieder voll aufmerksam für das Gute werden.

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