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«Seele»: Sinn und Verstand

Der Kapuzinermönch Bruder Paulus Terwitte verfasst für uns das Abc des Christentums. Heute geht es um die Seele.

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Seele: Der Mensch ist eins und hat doch Körper, Geist und Seele. Diese Drei bilden seine Person. Ein anderes Wort dafür: Sie formen seinen Leib. Im Gegensatz zu Körper meint das: Du selber. Deine Person. Unverwechselbar. Der Körper meint die biologischen Funktionen. Geist meint Sinn und Verstand; der Mensch ist ja nicht instinktgesteuert, sondern frei. Die Seele aber verdichtet alle Erfahrungen von Körper und Geist immerzu und formt die Person zu einem ganzen Menschen. Seelsorge ist folglich die Begleitung eines Menschen, der gerade nicht versteht, was mit ihm geschieht.

Die Seele muss nun die Kraft aufwenden, dass dieser Mensch sich wieder als Ganzer fühlt, auch wenn er sich körperlich verändert, und das bis hin zum Tod. Oder wenn jemand eine völlig neue Idee hat: Die Seele muss das integrieren in das bisherige Lebenskonzept. Früher hat man gesagt: Die Seele verlässt nach dem Tod den Körper. Heute sagt man: Körper und Geist wurden mit der Seele zu einem unverwechselbaren menschlichen Leib, einer einmaligen Person. Im Tod wird dieser Leib von Körper, Geist und Seele von Gott aus der Welt genommen und auf den letzten Weg zur Vollendung gesetzt.

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