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So war das mit Ballack

Der "Bernemer Bub" kam mit dem Auto. Und wurde von den Ordnungskräften des Hessentags trotz Durchfahrtgenehmigung nicht bis zur FNP-Bühne durchgelassen.
Harald Stenger im Gespräch mit Moderator Müller-Braun.	Foto: Reichwein Harald Stenger im Gespräch mit Moderator Müller-Braun. Foto: Reichwein

Der "Bernemer Bub" kam mit dem Auto. Und wurde von den Ordnungskräften des Hessentags trotz Durchfahrtgenehmigung nicht bis zur FNP-Bühne durchgelassen. Dabei kennt jeder Fußball-Interessierte das Gesicht des Pressesprechers der Nationalmannschaft, Harald Stenger. Das ist der Mann, der bei Pressekonferenzen der A-Nationalmannschaft immer neben Bundestrainer Joachim Löw sitzt und mit leichtem hessischen Akzent die Damen und Herren Journalisten willkommen heißt.

Harald Stenger hatte just am gestrigen Donnerstag viel zu tun – pünktlich kam er trotzdem zur Frankfurter Neuen Presse in den Deschauer Park. Dort begründete er vor einem interessierten Publikum, das sich unter diverse Regenschirme gerettet hatte, die Entscheidung des Bundestrainers, den langjährigen Kapitän der Nationalmannschaft nicht mehr in seinen Planungen zu berücksichtigen (siehe Sport).

"Viele junge Spieler haben sich in den vergangenen Monaten in den Blickpunkt rücken können. Mit ihnen sind wir auf einem guten Weg", sagte Stenger. "Deshalb fanden wir den Zeitpunkt für gekommen, die Entscheidung des Bundestrainers zu veröffentlichen", erläuterte der Pressesprecher, der sich nach Veröffentlichung der Meldung vor Anrufen kaum mehr retten konnte.

Stenger, der selbst jahrelang für die Frankfurter Rundschau auf der anderen Seite des Medientisches gesessen hatte, kennt das Fußballgeschäft wie kaum ein anderer. Neun Weltmeisterschaften hat er schon begleitet, davon sechs als Journalist und drei als Vertreter des DFB. Was sich in all diesen Jahren geändert hat, so die Frage von Moderator Uli Müller-Braun, das konnte Stenger anschaulich erläutern. "Wenn ich allein an die Eröffnungsfeiern denke. Angefangen hatten wir mal mit einigen Frankfurter Schülern, die einen Kreis auf dem Spielfeld bildeten. Und im vorigen Jahr war es diese riesige Feier in Südafrika."

Stenger erinnerte sich daran, wie er sich einst noch als Journalist bei einer Pressekonferenz verlaufen hatte und plötzlich vor der Kabinentür der argentinischen Mannschaft gestanden hatte. "Die Tür ging auf und plötzlich stand Maradona vor mir." Beide wechselten einige Worte, und Maradona verschwand wieder. "So etwas ist heute undenkbar. Da würde man schon beim Versuch, die Kabinentür überhaupt zu erreichen, festgenommen und verlöre seine Akkreditierung."

Für eines aber fühlt sich Harald Stenger nicht verantwortlich: für die Statements der Nationalspieler. "Das sollten alle wissen, dass sie als öffentliche Personen kein dummes Zeug reden dürfen." itt

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