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«Vatikan» – Der Stuhl des Heiligen Petrus

In diesem Teil unseres Abc’s des Christentums erklärt Bruder Paulus die Bedeutung des Wortes «Vatikan» und warum in diesem Zusammenhang auch vom «Heiligen Stuhl» gesprochen wird.
Das Innere des Petersdoms - die Basilika ist das Zentrum des unabhängigen Staats «Vatikanstadt» (Archivbild). Foto: dpa Foto: Danilo Schiavella (ANSA) Das Innere des Petersdoms - die Basilika ist das Zentrum des unabhängigen Staats «Vatikanstadt» (Archivbild). Foto: dpa

Mit diesem Wort wird zunächst geografisch eine Anhöhe in der Nähe des rechten Tiberufers in Rom bezeichnet. Von 1378 bis 1870 wurde so die Regierung des Kirchenstaates genannt. Seit 1929 gibt es dort den unabhängigen Staat Vatikanstadt, den kleinsten Staat der Welt mit ca. 550 Bürgern und als Wahlmonarchie verfasst. Heute versteht man unter Vatikan zum einen das nichtstaatliche Völkerrechtssubjekt «Katholische Kirche», zum anderen innerkirchlich den «Heiligen Stuhl», beide bestehend aus dem Amt des Papstes und seinen Dienststellen. In diesem Zusammenhang taucht auch der Begriff «Kurie» (von lateinisch cura, die Sorge) auf. Mit dem Wort «Heiliger Stuhl» wird angespielt auf den Stuhl des Heiligen Petrus. Jesus hat nach Meinung der katholischen Kirche Petrus und seine Nachfolger mit dem Papstamt ausgestattet, ein Einigungsdienst unter den Jüngern bis zu Jesu Wiederkunft. Der Name «Heiliger Stuhl» geht vermutlich auf Totengedächtnisfeiern zurück, die auch für Petrus gehalten wurden, bei denen ein freier Stuhl für den Verstorbenen aufgestellt wurde. Heute verbindet man mit dem Wort eher die Kathedra, den Lehrstuhl, von dem aus der Bischof von Rom der Einheit der römisch-katholischen sowie der irdischen (katholischen) Gesamtkirche dient.

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