Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Viel Zustimmung für B 3-Pläne

Von Einhelliges Wohlwollen kommt aus Karben für die Ausbaupläne für die B 3 – allerdings mit der Präferenz für eine Einhausung in Okarben. Das wird am Tag, nachdem die Planer vom Gelnhäuser Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) in der FNP die Details ihrer Vorzugsvariante vorgelegt haben, deutlich.
Karben. 

Diese sieht eigentlich eine enge Umfahrung des Okarbener Wohngebietes Straßberg vor – weil das nicht einmal halb so teuer werden würde wie die geschätzte 32,3 Millionen Euro teure Unterflurlösung auf der heutigen Trasse.
 

Im Karbener Rathaus ist Baustadtrat Gerd Rippen (Grüne) froh, dass „man die Bedenken der Betroffenen aufgegriffen und dem Bund die Trogvariante als Alternative ebenfalls zur Entscheidung vorgelegt hat“. Als Geldgeber muss nämlich nun zunächst der Bund darüber entscheiden, auf welcher Trasse die rund vier Kilometer lange Straße gebaut werden soll.
 

Gegen die enge Umfahrung macht die Bürgerinitiative Am Straßberg (BI) in Okarben seit Jahren Front. Daher rechnet der Baustadtrat mit Problemen, sollte der Bund eine Umgehung durchsetzen. „Für diese Variante wird sicherlich Widerstand zu erwarten sein.“ Rippen ist es deshalb wichtig darauf hinzuweisen, dass die Trogvariante aus fachlicher Sicht so günstig abschneide wie die enge Umfahrung. Laut ASV ist sie sogar die deutlich umweltfreundlichste.
 

Das Parlament muss als nächstes eine Grundsatzentscheidung für das Projekt fällen. In den politischen Lagern hat sich bereits eine breite Zustimmung für die Einhausung heraus kristallisiert. Allerdings moniert die Koalition aus CDU, FWG und FDP, dass noch nicht genügend Informationen vorlägen. Anhand der bisherigen Fakten könne man sich noch kein „ausreichendes Bild“ machen, findet FDP-Stadtverordneter Oliver Feyl. Sowohl CDU-Vizefraktionschef Guido Rahn wie auch SPD-Fraktionschef Thomas Görlich haben dagegen Vorbehalte, dass zwischen dem Berufsbildungswerk und Okarben die neue B 3 neben einer ebenfalls neuen Ortsverbindungsstraße verlaufen soll.
 

In seltener Einigkeit lehnen sowohl die Koalition wie auch die SPD eine finanzielle Beteiligung der Stadt an der teureren Unterflurtrasse kategorisch ab. „Die Stadtkasse ist leer“, sagt Guido Rahn. „Wir sind als SPD gerade dabei, den Haushalt zu sanieren“, sagt Thomas Görlich. „Da lassen wir uns nicht wieder Schulden aufdrücken.“
 

Mit der Vorlage der Pläne für die Trassen sei Karben aber in Sachen B3-Ausbau „einen großen Schritt weiter“, erinnert Stadtrat Rippen. „Wir warten gespannt auf die Entscheidung des Bundes.“


 

Über die Planungen wird morgen (Mittwoch) der Stadtplanungsausschuss in Karben unterrichtet. Er tritt um 19.30 Uhr im Bürgerzentrum im Clubraum 2 öffentlich zusammen.

Zur Startseite Mehr aus Themen von A bis Z

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz

© 2017 Frankfurter Neue Presse