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Vom «Jüngsten Gericht» bis «Katholisch»

Das jüngste Gericht muss niemand fürchten, der sich zu Lebzeiten in die göttliche Ordnung eingeübt hat. In unserem ABC des Christentums geht es heute auch um die Karwoche und den universellen Begriff «Katholisch».
Am Gründonnerstagabend wird dem letzten Abendmahl von Jesu und seinen Jüngern gedacht. Foto: dpa Foto: Christian_Wölfel (KNA-Bild) Am Gründonnerstagabend wird dem letzten Abendmahl von Jesu und seinen Jüngern gedacht. Foto: dpa

JÜNGSTES GERICHT. Die Schöpfung hat einen Ursprung und wird von dort her immer älter. Gleichzeitig verjüngt sie sich: Sie läuft wieder auf ihren Ursprung zurück, spätestens seit der Auferstehung des ersten Geschöpfes von den Toten, Jesus Christus. Christen sagen: «Wir leben im Jahre 2011 nicht nach sondern mit Christus. Er geht uns zum Ursprung der Welt, dem Schöpfer und Vater aller Dinge, voran und richtet uns auf ihn aus.» Je näher wir dabei Gott kommen, umso jünger werden wir. Beim «Jüngsten Gericht» kommt dann die ganze Schöpfung wieder in beste göttliche Ordnung. Das kann durchaus schmerzlich sein, vor allem für alle Menschen, die ihre gottgegebene Freiheit nicht nutzten, sich bewusst und willentlich schon in ihrem irdischen Leben in die göttliche Ordnung einzuüben.

K

KARWOCHE. Nach der Fastenzeit gehen Christen von Palmsonntag an eine Woche lang das Leiden Jesu durch. Das mittelhochdeutsche Wort «kara» meint so viel wie «trauern». Christen begehen in besonderen Früh- und Spätgottesdiensten mit besonderen Lesungen und Liedern, dass Gott im leidenden Jesus damals alles Leid und alle Sünden der Welt abbekommen hat. Gott, so glauben die Christen, ist trotzdem der Menschheit treu geblieben, weil Jesus Gott treu geblieben ist für die ganze Menschheit, trotz der ungerechten Kreuzigung.

Die wichtigsten Feiern der Karwoche sind in der katholischen Kirche am Gründonnerstagabend die Feier vom letzten Abendmahl Jesu und am Karfreitag die Feier vom Leiden und Sterben Jesu. Am Karsamstag wird den ganzen Tag geschwiegen, um den Tod Gottes zu ehren. Bis zum Beginn der Feier der Osternacht sinnen die Christen dem Tod des Gottessohnes am Kreuz nach. Die Orgel wird ab Gründonnerstag nicht gespielt, es läuten auch nicht mehr die Glocken. Die Karwoche endet in der Nacht zum Ostersonntag mit der Feier der Auferstehung Jesu.

KATHOLISCH. Das griechische Wort bedeutet allgemein, umfassend, weit. Es ist vor allem ein Glaubensbegriff. Nach dem «Ich glaube an den Heiligen Geist» heißt es im Glaubensbekenntnis weiter: «(Ich glaube) an die heilige, katholische Kirche». Damit ist ausdrücklich nicht ein religiöser Glaube an die Kirche gemeint. Vielmehr bekennen Christen: Der dreifaltige Gott hat Jesus von den Toten auferweckt und sendet den Heiligen Geist Jesu dauernd in die ganze Welt. Der macht weltweit aus Menschen Christgläubige und bindet sie zur Einheit im Leib Christi zusammen. Martin Luther schreibt dazu: «Christliche Kirche und christliche Heiligkeit ist ein allgemeiner Name und allgemeines Ding allen Kirchen und Christen in der Welt, daher man es nennt Catholicam».

Zur katholischen Kirche im Sinne des Glaubensbekenntnisses gehören alle Christen. Dieser Glaubensbegriff muss scharf unterschieden werden vom Konfessionsbegriff. Die römisch-katholische Kirche versteht sich als Inbegriff der weltweiten Sammlung unterschiedlichster Menschen durch den heiligen Geist in dem einen Leib Christi.

Die Katholiken verbinden sich zu dem einen neuen Gottesvolk, das durch die Gemeinschaft ihrer Bischöfe untereinander und mit dem Bischof von Rom auch weltweit sichtbar eins ist.

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