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Vom «Kreuzzeichen» bis «Kreuzritter»

Heute geht es bei unserem Abc des Christentums um die Symbolik des Kreuzzeichens und die Kreuzzüge im Mittelalter.
1100 Jahre Limburg: Grund genug für eine sehenswerte Stadtrevue, die das Tanz-Centrum Josat-Dörr auf dem Domplatz mit Schauspiel, Tanz und Gesang inszenierte. Foto: Sascha Braun 1100 Jahre Limburg: Grund genug für eine sehenswerte Stadtrevue, die das Tanz-Centrum Josat-Dörr auf dem Domplatz mit Schauspiel, Tanz und Gesang inszenierte.

Kreuzzeichen: Katholische Christen machen das Kreuzzeichen, indem sie, wenn Weihwasser vorhanden ist, ihren Finger zur Erinnerung an die eigene Taufe in gesegnetes Wasser tauchen. Sie berühren dann mit dem Zeigefinger die Stirn und beten dabei laut oder leise: Im Namen des Vaters. Dann fahren sie mit der Hand in Höhe des Bauchnabels und sprechen: und des Sohnes. Anschließend fahren sie mit der Hand zur linken Schulter und von dort zur rechten und sprechen: und des Heiligen Geistes. Amen.

Die Art des Sichbekreuzigens hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder gewandelt, sein Sinn als Bekenntnis zu Jesus Christus ist gleichgeblieben. Bis heute aktuell sind die Worte des Bischofs Kyrill von Jerusalem aus dem vierten Jahrhundert: «Schäme dich nicht, den Gekreuzigten zu bekennen, zeichne mutig mit Fingern das Kreuzzeichen!»

Für Martin Luther gehörte die Kreuz-Gebärde zum Morgen- und Abendgebet noch selbstverständlich dazu. In den evangelischen Kirchen ist es bis heute selten geblieben, weil es als katholisches Erkennungszeichen gilt.

Kreuzritter: Papst Urban II. hatte im Jahr 1095 auf dem Konzil von Clermont zum ersten sogenannten Kreuzzug aufgerufen. Er kam damit der Bitte des byzantinischen Kaisers Alexios I. Komnenos nach, dessen Byzantinisches Reich durch die muslimischen Seldschuken bedrängt wurde.

Es entstand eine regelrechte Begeisterungswelle, die unter anderem auch den Stand der Kreuzritter hervorbrachte: Freiwillige, die mit in den Krieg zogen, um die heiligen Stätten für die Christenheit militärisch zurückzuerobern. Man lockte sie mit der Aufnahme in den Adelsstand durch Ritterschlag. Außerdem wurde ihnen als geistliches Geschenk der vollkommene Ablass gewährt.

In Jerusalem herrschten zum Zeitpunkt des ersten Kreuzzugaufrufs im Jahr 1095 die Seldschuken. Sie ließen christliche Pilger weitgehend ungestört gewähren und wurden von der fanatischen Gewaltwelle der eindringenden fremden Kreuzritter regelrecht überrumpelt.

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