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Von «Erbsünde» bis «Ethik»

In unserem von Bruder Paulus verfassten Abc des Christentums geht es heute um die Begriffe Erbsünde, Erlösung und Ethik. Am Ende der Serie gibt es davon wieder eine PDF-Datei, wie bei unserem Abc des Islam.
Weil Eva vom Baum der Erkenntnis genascht hat, wurden sie und Adam aus dem Paradies vertrieben. Diese Erbsünde lastet laut Christentum auf der gesamten Menschheit. Foto: - (Sedelijke_Musea) Weil Eva vom Baum der Erkenntnis genascht hat, wurden sie und Adam aus dem Paradies vertrieben. Diese Erbsünde lastet laut Christentum auf der gesamten Menschheit.

ERBSÜNDE. Alle Menschen sind miteinander verbunden. Mit seiner Geburt übernimmt jeder die gesamte Geschichte der Menschheit. Keiner kann aus diesem Strom austreten. Aber niemand ist ihm hoffnungslos ausgeliefert. Jeder kann auf seine Weise dazu beitragen, die Geschichte der Menschheit zu beeinflussen. Der erste Schritt dazu ist, eine gewisse Unabhängigkeit davon zu erringen. Der Glaube an den Einen Gott hilft dabei, wenn man Gott zulässt als Kritiker der eigenen Einstellungen. Die Propheten des Alten Testamentes waren Kämpfer gegen den Fluch der Erbsünde: Macht nicht weiter mit Ungerechtigkeit, Freund-Feind-Denken oder mit Gewaltanwendung. Mit Jesus kam, so sagen die Christen, der von Gott gesandte Neue Mensch, ganz ohne Erbsünde. Wer sich taufen lässt, bejaht den neuen Weg Gottes mit der Menschheit und wird von der Erbsünde befreit. Leider gibt das Leben von Christen in Vergangenheit und Gegenwart oft wenig Zeugnis davon, dass man im Erbe des Neuen Menschen Jesus steht.

ERLÖSUNG. Jesus habe die Menschen von ihren Sünden erlöst durch seinen Opfertod am Kreuz: Das ist das zentrale Bekenntnis der Christen. Der Gottessohn wurde Mensch, damit wenigstens einer von uns Menschen Gottvater im Himmel so gegenübertritt, wie Gott sich den Menschen gedacht hat. Mit seinem Tod am Kreuz hat Jesus die Sünden der ganzen Menschheit gebüßt. Damit gibt es wieder einen ungehinderten Zugang zu Gott. Die Bibel sagt: Wir haben jetzt einen Anwalt beim Vater. Jeder wird dieser Liebe des Neuen Menschen Jesus angeschlossen, der sich taufen lässt.

ETHIK. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das in seinen Taten zu nichts gezwungen ist. Anstelle der Instinkte findet der Mensch in seinem Gewissen die Werte. Sie sagen ihm, was er tun und was er lassen soll. Ethik ist das Nachdenken darüber, wie diese Werte heißen und welches Handeln sie von einem fordern.

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