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Von "Gelübde" bis "Glaube"

Unser heutiger Teil des Lexikons zum Christentum befasst sich mit den Begriffen Gelübde und Glaube.
Nonnen haben ihren Glauben zum Lebensinhalt gemacht. Foto: Arne Dedert (dpa) Nonnen haben ihren Glauben zum Lebensinhalt gemacht.

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Gelübde: Es gibt öffentliche und private Gelübde. Wer sie ablegt, verspricht Gott, in einer christlichen Ordensgemeinschaft die Grundlebensform Jesu zu leben: Er lebte ja ohne Eigentum, in Gehorsam und in keuscher Ehelosigkeit. Der oder die Professe unterwirft sich während der feierlichen Ablegung der Gelübde ausdrücklich einem Oberen oder einer Oberin und verspricht auch ihm/ihr und allen rechtmäßig gewählten Nachfolgern, nach der Regel dieses Ordens zu leben. Es gibt auch private Gelübde. Die einen werden auch öffentlich in der Kirche abgelegt, zum Beispiel von den gottgeweihten Jungfrauen oder von Eremiten. Die anderen sind eher privater Natur, oft verbunden mit einem bestimmten Anliegen. Man hat Gelübde lange magisch missverstanden: Gott werde dieses oder jenes tun, weil man ihm ein Gelübde gemacht hat. Einzig richtig ist es jedoch genau umgekehrt: Weil einer Gott erfahren hat als erfüllende Liebe, will er oder sie sein ganzes Leben an Gott binden.

 

Glaube: Es gibt Menschen, die an das Unmögliche glauben. Andere glauben an sich selber. Manche heißen Gläubige, weil sie ein Erdbeben für den Anfang vom Ende der Welt halten. Eltern glauben, dass aus ihren Kindern etwas werden kann. Und davor haben sie in der Regel aneinander geglaubt und sich deshalb die Treue versprochen, gleich, welche Lebenslage auf sie zukommen wird. Wenn Christen sagen: Ich glaube!, muss man sich ein ganzes Glaubensbekenntnis dazu denken. Im Lateinischen beginnt es mit «Credo», worin die Wörter «cor» für «Herz» und «dare» für «geben» stehen: Der Glaube der Christen ist eine Herzensangelegenheit. Ihnen ist im Herzen etwas Wesentliches aufgegangen: Da ist ein Gott ist, dem man sein Leben geben kann, ja will. Man hat es ja schließlich von ihm erhalten. Es folgt daraus ein Glaubensleben durch Gebet, Verantwortung, Engagement und Nächstenliebe.

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