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Von «Imam» bis «Islam»

Was bedeutet der Begriff «Islam» eigentlich? Welche Funktionen hat der Imam? Antworten gibt es heute in unserem Abc des Islam.

Was bedeutet der Begriff «Islam» eigentlich? Welche Funktionen hat der Imam? Antworten gibt es heute in unserem Abc des Islam.

IMAM: Der arabische Begriff bedeutet Führer, Vorsteher. Der Imam ist der Vorbeter beim islamischen Gemeinschaftsgebet. Er kann auch Leiter der Gemeinde sein oder als geistliches Oberhaupt fungieren. Er steht in der Moschee vor der Gebetsnische vor den Reihen der Gläubigen – also den Betenden zugewandt – um das Gebet zu leiten. Die Bezeichnung steht auch für eine religiöse und politische Autorität. So steht der Imam bei den Sunniten auch für das Oberhaupt der Umma, der Gemeinschaft der Gläubigen.

ISLAM: Das Substantiv kommt vom arabischen Verb «aslama», was so viel bedeutet wie «sich unterwerfen». Sich Gott ergeben und ihm gehorchen, das ist die Grundlage der Botschaft, die dem Propheten Mohammed offenbart wird. Die Menschen sollen sich dem einzigen Gott komplett unterwerfen, denn er ist allmächtig. Er wird beim Jüngsten Gericht die Guten belohnen und die Bösen bestrafen. Das ist die grundlegende Aussage.

Allah beauftragte Mohammed in der Zeit von 610 bis 632 n. Chr. , sein Wort an die Menschen weiterzugeben. So entstand der Islam. Der Name stammt von Mohammed, der die Verkündigung vom Erzengel Gabriel erfuhr. Er selbst nannte den Glauben Islam. Der Islam versteht sich als einzige unverfälschte, göttliche Offenbarung.

Allah fordert von den Menschen festgelegte Handlungen, die nur mit der entsprechenden Intension überzeugend sind. Dieses sind die fünf Säulen des Islam: Das Glaubensbekenntnis, das Gebet, die Armensteuer, das Fasten und die Pilgerfahrt nach Mekka. Durch das Praktizieren des Islam soll der Mensch näher zu Gott kommen und seine Seele geläutert werden.

Der Islam zählt zu den monotheistischen Religionen, da der Glaube an den einen einzigen Gott, «Allah», vorherrscht. Die Vorstellung von der heiligen Dreifaltigkeit wie im Christentum ist den Moslems fremd. Es gibt keine Personifizierung, Inkarnation oder bildliche Vorstellung Gottes. Jesus kennt der Islam nur als Propheten. Eine Rolle als Sohn Gottes ist im islamischen Glauben undenkbar.

Nach Ansicht der Moslems kann niemand die Bürde eines anderen tragen. Daher lehnen sie die Vorstellung davon ab, dass Jesus am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben ist. In der 112. Sure offenbart der Koran, dass Gott einzig ist, weder Sohn noch Vater hat.

Im Islam gibt es eine Vielzahl von heiligen Stätten. Dazu gehört vor allem Mekka als heiligster Ort mit der Kaaba, als zweites kommt Medina. Der drittheiligste Ort ist Jerusalem. Außerdem gibt es eine große Anzahl weiterer Wallfahrtsorte.

Nach dem Christentum ist der Islam die zweitgrößte Weltreligion.

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