Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Von «Kirche» bis «Kloster»

In unserer Serie «Das Abc des Christentums» schreibt der bekannte Kapuzinermönch heute über Kirche und Kloster.
Das Kloster Eberbach (Archivbild: dpa). Foto: Salome Kegler (dpa) Das Kloster Eberbach (Archivbild: dpa).

K

KIRCHE. Aus dem Griechischen: Kyriakè – die zum Herrn Gehörenden. Zunächst ist damit eine menschliche Gemeinschaft gemeint, die eine bestimmte heilige Ordnung hat: Apostel, die leiten, Charismatiker, die predigen usw. Jesus lässt auf diese Weise durch jeden und jede etwas von seinem Reichtum Wirklichkeit werden. Die Bibel spricht von der «Kirche» in Kleinasien, in Jerusalem, in Rom. Diese waren untereinander verbunden durch die Liebe und die Zugehörigkeit ihrer Leitungen zueinander. Die Zugehörigkeit zum Nachfolger des Apostels Petrus in Rom wurde dabei immer schon als zwingend notwendig erachtet, wenn eine «Kirche» irgendwo sich wirklich als «zum Herrn» zugehörig bezeichnen wollte. Auf diese Weise bezeichnete der Begriff bald auch die größte Einheit von den kleinen Ortskirchen: die weltweite Kirche, oder griechisch: die katholische Kirche. Konflikte führten im 11. Jahrhundert zur ersten und zugleich größten Kirchenspaltung.

Der Kirchbau, ebenfalls Kirche genannt, wird als architektonisches Glaubensdenkmal verstanden: So offen ist Jesus. So präsent mitten unter uns. So vielfältig (wie all die Figuren und Bilder darin zeigen).

KLOSTER. Der genau begrenzte Bezirk, in dem religiöse Menschen leben, die ohne Eigentum in keuscher Ehelosigkeit und Gehorsam leben wollen, nennt sich auf lateinisch claustrum, zu Deutsch Kloster. Außenstehende dürfen die «Klausur», den abgeschotteten Wohnraum nicht betreten.

Viele Klöster hatten eigene Werkstätten, wo Mönche oder Nonnen Lebensmittel oder Kunstwerke produzierten. Da sie oft die ersten waren, die in den frühen Jahrhunderten einen Wald urbar machten, ließen sich viele Menschen um die Klöster herum nieder. Sie mussten z.B. den Zehnten ihres Ertrages als Pachtgeld an das Kloster abgeben.

Zentrum des Klosters ist die Kirche. Siebenmal am Tag wird sie von den Klosterbewohnern aufgesucht, sofern sie nicht einem Orden angehören, der in Krankenhäusern, Schulen, Seelsorge usw. tätig ist.

Zur Startseite Mehr aus Themen von A bis Z

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz

© 2017 Frankfurter Neue Presse