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Von «Ökumene» bis «Opfer»

Ökumene bedeutet «die ganze bewohnte (Erde)». Was es noch mit der Tradition auf sich hat, erklärt Bruder Paulus.
Erzbischof Robert Zollitsch (l-r),Vorsitzender der katholischen deutschen Bischofskonferenz, Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und Metropolit Augoustinos, Vorsitzender der Griechisch-Orthodoxen Metropolie Deutschland, beim zweiten Ökumenischen Gottesdienst in München 2010. Foto: dpa Foto: Andreas Gebert (dpa) Erzbischof Robert Zollitsch (l-r),Vorsitzender der katholischen deutschen Bischofskonferenz, Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und Metropolit Augoustinos, Vorsitzender der Griechisch-Orthodoxen Metropolie Deutschland, beim zweiten Ökumenischen Gottesdienst in München 2010. Foto: dpa

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Wörtlich bedeutet dieser aus dem Griechischen kommende Begriff «die ganze bewohnte (Erde)». Zuerst wurde er genutzt, um die sieben Konzile, das sind die großen Ratsversammlungen der damals noch vereinten Christenheit, zu kennzeichnen, die zwischen dem 4. bis 8. Jahrhundert. Heute meint man mit Ökumene die gemeinsamen Gespräche, Gottesdienste, Studien usw. von Christen unterschiedlicher Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften. Neuerdings spricht man auch von der Ökumene der Religionen, wenn man den interreligiösen Dialog oder gemeinsame etwa soziale Aktionen von Vertretern unterschiedlicher Religionen.

Opfer: In allen Religionen trennen sich Menschen von Liebgewordenem, um es den Göttern oder einem Gott zu schenken: Sie opfern es. So bauen sie eine Brücke zu ihnen oder ihm. Und umgekehrt erhofft man sich, dass die Götter oder Gott über diese Brücke ins eigene Leben hineinsteigen. Der Tod Jesu am Kreuz wird von Christen als der Gipfel aller Opfer gesehen. Da opfert ein Mensch nicht etwas, sondern sich selbst. Und das nicht für sich selbst, sondern für alle Menschen. Indem Gott diesen Menschen auferweckt, macht er ihn zur menschlichen Brücke zwischen sich und allen Menschen, die nicht mehr abgebrochen werden kann.

Katholische und orthodoxe Christen sagen dazu, Jesu Kreuzesopfer sei immerwährend. Man könne in der Eucharistiefeier daran teilnehmen, die bei den Katholiken deswegen auch Messopfer heißt. Sie sagen: Beim Brechen des Brotes vergegenwärtigt der Heilige Geist Jesus in Person, der sich am Kreuz dem Vater geopfert hat für das Leben der Welt.

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