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Von «Orgel» bis «Orthodox»

Der bekannte Kapuzinermönch Bruder Paulus Terwitte schreibt für uns das Abc des Christentums.

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Orgel: Die Orgel ist ein Pfeifeninstrument, deren Pfeifen durch einen Luftstrom angeblasen werden und mittels einer Traktur von einem Spieltisch aus angesteuert und geöffnet werden. Sie gehört in jede Kirche, weil sie ein Sinnbild für die Kirche ist: Die Pfeifen stehen für die unterschiedlichen Gnadengaben, die Christen haben. Die Luft symbolisiert den Heiligen Geist, der die Christen zum Klingen bringt. Die Musik, die erklingt, preist Gott, der Menschen und Schöpfung, so unterschiedlich alle darin sind, zu einer großen Symphonie vereinen will.

Orthodox: Das griechische Wort bedeutet so viel wie «richtige Verehrung» oder «rechte Lehre (Gottes»). Besonders bekannt sind bei uns die griechisch- und die russisch-orthodoxe Kirche. Sie pflegen eine alte Überlieferung von Text und Melodie.

Im Vordergrund steht die Präsenz der Heiligen, speziell die Gottesmutter Maria. Sie helfen mit, Jesus, dem Sohn Gottes, alle Ehre zu erweisen und schließlich auch sein Himmelsbrot zu empfangen. Die stundenlangen Liturgien muten dem nüchternen Abendländer viel zu, bestechen aber durch die Vielfalt an Musik, durch Gerüche und Gesten.

Angehörige der orthodoxen Kirchen verstehen sich als Einheit und sprechen daher meist von der Kirche der Orthodoxie im Singular. Der Orthodoxie gehören weltweit etwa 225 Millionen Menschen an, die drittgrößte christliche Gemeinschaft der Welt. In ihr gibt es Mönche und Nonnen, Diakone, Priester und Bischöfe. Die leitenden Bischöfe eines Patriarchats, etwa des Bezirkes um Moskau, Istanbul oder Jerusalem, heißen Patriarchen. Die Verbindung zur römisch-katholischen Kirche erkennt man daran, dass der Bischof von Rom auch «Patriarch des Westens» heißt.

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