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Von «Polygamie» bis «Al Quaida»

Wir stellen drei weitere Begriffe in unserer Serie zur Weltreligion vor.

Wir stellen drei weitere Begriffe in unserer Serie zur Weltreligion vor.

POLYGAMIE: Gemäß dem islamischen Recht darf ein Mann vier Ehefrauen haben, wenn die erste Frau dies gestattet. Er muss jedoch alle gleich behandeln. Das ist auch im Koran so festgehalten (Sure 4, «Die Frauen»). Jede Frau soll einen eigenen Haushalt erhalten. In einigen Staaten allerdings, in denen hauptsächlich Moslems leben wie in der Türkei und Tunesien, ist die Polygamie verboten.

PARADIES: Die Moslems glauben an die Wiederauferstehung der Toten am Jüngsten Tag. Für sie gibt es den Tag des Gerichts und das ewige Leben im Paradies oder in der Hölle. Die gläubigen Moslems können ins Paradies einziehen. Dieses ist ein Schlaraffenland, in dem Bäche aus Milch und Honig und sogar Wein (!) fließen. Die ins Paradies eingezogenen Gläubigen können sich von schwarzäugigen Jungfrauen (arab. Huris, «die Weißen») verwöhnen lassen, die sich auch sofort wieder in Jungfrauen verwandeln. Und alle, die ins Paradies eingegangen sind, werden mit bereits verstorbenen Familienmitgliedern wieder zusammengeführt. Die für den Islam Gefallenen gehen sofort ins Paradies ein. Selbstmordattentätern wird von ihren Hintermännern versprochen, zur Belohnung für ihre Tat von Jungfrauen verwöhnt zu werden. In vielen Suren werden die Gläubigen mit der Aussicht auf das Paradies zum rechten Glauben motiviert. Der Paradiesgarten (Dschanna) steht allen Gläubigen offen. «Allah gibt euch das Leben und lässt euch dann sterben; dann wird Er euch am Tage der Auferstehung versammeln; darüber besteht kein Zweifel; jedoch die meisten Menschen wissen es nicht.» (Sure 45,26)

AL QUAIDA (arab. Basis, Stützpunkt): Die Organisation El Quaida (oder auch El Kaida) entwickelte sich aus der Gruppe der Mudschaheddin, die nach dem Rückzug der roten Armee aus Afghanistan ein neues Feindbild schuf. Die Al Quaida ersetze das Feindbild Sowjetunion durch das der USA und aller anderen westlichen Besatzern. Osama bin Ladin rief im Jahr 1998 zum Zusammenschluss einer «Islamischen Weltfront zum Kampf gegen Juden und Kreuzfahrer» auf. Diesem Aufruf schlossen sich Vertreter unterschiedlicher Gruppierungen an und unterstützten sie.

Es handelt sich bei der Al Quaida somit um ein Netzwerk aus völlig verschiedenen Organisationen, die durch ihre gemeinsame Ideologie lose miteinander verbunden sind. Ziel von Al Quaida ist es, den westlichen Einfluss komplett aus der arabischen Welt auszuschließen. Grundlage ist der unversöhnliche Hass gegenüber allem Westlichen.

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