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Von «Ulama» bis «Ungläubige»

Was halten Moslems vom Christentum und Judentum? Und wie gehen sie mit Menschen um, die keinem Glauben angehören? Lesen Sie die Antworten in unserem Islam-Abc.

Was halten Moslems vom Christentum und Judentum? Und wie gehen sie mit Menschen um, die keinem Glauben angehören? Lesen Sie die Antworten in unserem Islam-Abc.

ULAMA: Das arabische Wort bedeutet «Wissende»: Die Ulama, die Gelehrten, sind die Träger der religiösen Autorität im Islam. Sie haben islamische Theologie, islamisches Recht und arabische Sprache studiert. Sie sind Kenner der Offenbarungen und religiösen Überlieferungen sowie Experten in allen Alltagsfragen.

UMMA: Die Umma ist die Gemeinschaft der Gläubigen. Egal, wo ein Moslem lebt, er ist als Gläubiger immer Teil der Gemeinde der Moslems.

Im Veröffentlichungszeitraum unseres Abc des Islam hat die Redaktion viele Zuschriften erhalten. Einige Leser wollten beispielsweise wissen, wer und was für die Anhänger des Korans ungläubig ist.

UNGLÄUBIGE: Für die vor dem Islam als heidnisch betrachteten Araber gab es als Ungläubige zu Zeiten Mohammeds nur die Möglichkeit, sich zwischen der Bekehrung zum Islam oder dem Tod zu entscheiden. Die Juden und Christen, die bereits über eine heilige Schrift verfügten, konnten sich bekehren, wurden dazu aber nicht gezwungen. Wer sich nicht bekehren wollte, musste sich allerdings unterwerfen und Abgaben leisten. Diese Menschen hatten nicht dieselben Rechte wie Moslems.

Die «Leute der Schrift», also Christen und Juden, sind nach dem Koran eigentlich keine Ungläubigen, da sie Gottes Wort besitzen, auch wenn es nach Ansicht der Moslems fehlerhaft und unvollständig ist. Das Christentum erscheint im Koran in etwas besserem Licht als das Judentum, obwohl es auch hier reichlich Vorwürfe hagelt.

Die Juden dagegen gelten neben den Polytheisten als eigentliche Widersacher Mohammeds, durch die Einrichtung des Staates Israel und den Palästinakonflikt hat sich die Abneigung noch verstärkt. Auch diejenigen, die sich vom Islam abwenden, sind dann Ungläubige. Nach der islamischen Rechtsprechung wird die Abkehr vom islamischen Glauben mit dem Tode bestraft.

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