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. . . und jetzt wird aufgeräumt

Das größte Volksfest Hessens hat so viele Menschen angelockt wie nie zuvor. Am Sonntag ging der Rekord-Hessentag in Oberursel mit einem Umzug zu Ende. Jetzt geht das Aufräumen los.

Der Hessentag in Oberursel hat den Besucher-Rekord geknackt: Rund 1 375 000 Menschen haben laut Staatskanzlei das Landesfest besucht – so viele wie nie zuvor. "Wir haben gemeinsam einen tollen Hessentag gefeiert", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Sonntag zum Abschluss des Festes. Der Hessentag "ist frisch und er ist lebendig". In zehn Tagen wurden mehr als 1000 Veranstaltungen angeboten, darunter Konzerte, Theaterstücke und Diskussionsrunden. Auch Verbände, Ministerien und Unternehmen präsentierten sich auf dem Volksfest.

Mit einem traditionellem Umzug durch die Taunusstadt und Musik am Abend ging das 51. Landesfest zu Ende. Etwa 70 000 Menschen säumten die Straßen während des Umzugs, die Sitzplatzkarten für die Tribünen entlang der Strecke waren ausverkauft. In Trachten und Gewändern marschierten Zugteilnehmer durch die Straßen der Taunusstadt. Rund 4000 Menschen aus ganz Hessen beteiligten sich in 159 Gruppen an dem Spektakel, mehr als 70 Motivwagen zogen los.

"Die Stadt und die Region leben ihren Hessentag", meinte Ministerpräsident Bouffier. Er hatte mit seiner Landesregierung während des Fest in Oberursel getagt. Das Volksfest nutzten auch viele Verbände und Organisationen. Auf der Landesausstellung präsentierten sich rund 350 Aussteller in insgesamt zehn Hallen, unter anderem Hilfsorganisationen und hessisches Gewerbe.

Image-Gewinn bleibt

Die schmucke historische Altstadt der Taunusgemeinde platzte an manchen Tagen fast aus den Nähten. Viele Städte versprechen sich von dem Landesfest einen Imagegewinn – machen finanziell jedoch Miese. In den vergangenen Jahren meldeten etwa Stadtallendorf, Langenselbold und Butzbach Millionenverluste.

Überschattet wurde der Rekord-Hessentag von einem schweren Unglück: Am vergangenen Sonntag stützte ein Luftschiff nach seinem Flug über den Hessentag in der Wetterau ab – der australische Pilot verbrannte, drei Passagiere konnten sich in letzter Sekunde durch einen Sprung aus der Gondel retten.

Der große Abbau beim Hessentag beginnt am heutigen Montag. Die Demontage großer Spielstätten kann nach Angaben der Stadtverwaltung bis Ende der Woche dauern. Damit die Arbeiter auch an Fronleichnam schuften können, hob die Ordnungsbehörde das Arbeitsverbot auf. "Viele Abbauunternehmen kommen zudem aus Bundesländern, die am Donnerstag keinen Feiertag haben und können daher mit ihren Angestellten die Arbeiten fortsetzen", teilte der erste Stadtrat Dieter Rosentreter mit. Der Hessentag 2012 findet im mittelhessischen Wetzlar statt. lhe

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