Bayern mit lockerem Sieg - 2:0 gegen Kaiserslautern

Der FC Bayern lässt Borussia Dortmund nicht enteilen. Nach dem sicheren Einzug in das Halbfinale des DFB-Pokals fuhr der deutsche Fußball-Rekordmeister am Samstag zu Hause in der Liga einen souveränen 2:0 (2:0)-Erfolg gegen einen hoffnungslos unterlegenen 1. FC Kaiserslautern ein.

Von Von Christian Kunz und Klaus Bergmann

München. Mario Gomez kommt an den Ball. Foto: dpaMario Gomez (6. Minute) mit seinem 18. Liga-Saisontreffer und Thomas Müller (30.) nach fünf Monaten Torpause entschieden schon früh mit Kopfballtoren die Partie für die Münchner. Vor 69 000 Zuschauern durfte sich Trainer Jupp Heynckes über seinen 100. Bundesligasieg als Bayern-Coach freuen. Die Bayern bleiben damit zwei Punkte hinter Meister BVB Zweiter.

"Esprit, Elan und Aggressivität"

Mit "Esprit, Elan und Aggressivität", so hatte es Heynckes angekündigt, werde sein Team nach vorne spielen. Angetrieben von einem äußerst spielfreudig beginnenden Franck Ribéry, setzte die Mannschaft die Vorgabe des Trainers im Eisschrank Allianz Arena um. Einen Warnschuss des kleinen Franzosen (4.) konnte FCK-Keeper Kevin Trapp noch abwehren. Doch beim Kopfball des nach Ribéry-Flanke frei stehenden Gomez war auch der beste Lauterer machtlos.

Kaiserslautern strahlte nicht nur keine Torgefahr aus, sondern kam gegen gut pressende Bayern sogar meist nicht aus der eigenen Hälfte hinaus. Ein 18-Meter-Schuss von Thanos Petsos (40.) war alles, was die nunmehr seit elf Spielen sieglosen Pfälzer nach vorne zustande brachten. Auch wenn der FC Bayern nicht der Maßstab für die "Roten Teufel" ist - so steigt man ab.

Keine Torgefahr

Ganz anders die Münchner, die ihren Ballbesitz in Tore ummünzten. Im Pokal beim 2:0 in Stuttgart hatte Müller auf dem rechten Flügel noch als Vorbereiter geglänzt, diesmal beendete er nach Freistoß von Toni Kroos seine Torflaute per Kopf. 20 Liga-Stunden (1162 Minuten) hatte der WM-Torschützenkönig auf sein Erfolgserlebnis warten müssen.

Müller hatte erneut den Vorzug vor Arjen Robben bekommen. Das sei "sehr bitter" für Arjen, meinte Heynckes. Nach der überzeugenden Vorstellung im Pokal gab es keine Notwendigkeit für Heynckes, das Team umzustellen. Robben wurde nach 56 Minuten von seinen Bank-Leiden erlöst und durfte dann zum 50. Mal in der Bundesliga ran.

Entschlossen - aber eigensinnig

Der Holländer präsentierte sich sehr entschlossen - wenngleich auch etwas eigensinnig. In der 67. Minute scheiterte der Niederländer aus spitzem Winkel an Trapp. Ein Pass in die Mitte wäre die bessere Alternative gewesen. Auch wenig später war Trapp der Sieger im Duell gegen den Turbo-Mann (70.), der zudem in der 80. Minute mit einem 17-Meter-Schuss scheiterte. Gegen Holger Badstuber (77.) verhinderte Trapp erneut eine höhere Lauterer Niederlage. Auf der Gegenseite musste sich Manuel Neuer bei Eiseskälte mit vielen Läufen und Dehnübungen zumindest ein bisschen warm halten.

Wie so oft zeigten sich die Lauterer als dankbarer Gegner in München. Nur gegen den Hamburger SV (123) bejubelten die Bayern mehr Heimtore als gegen die Pfälzer, die die Treffer 119 und 120 hinnehmen mussten. In der zweiten Spielhälfte fehlte den Platzherren allerdings auch die Entschlossenheit im Torabschluss. Beim Bemühen um Schadensbegrenzung fehlte den Gästen Abwehrmann Rodnei. Der Brasilianer war aus dem Kader gestrichen worden, weil er am Freitag zu spät zum Treffpunkt gekommen war.

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