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9000 Quadratmeter für Mountainbiker
Markus Kübenspies (13) erhielt einen Nachwuchspreis.
Von Tina Tonsen
Die Erdhügel können jederzeit neu gestaltet werden. Sie bieten Übungsmöglichkeiten sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Mountainbiker.
Schönberg. Die größte Biker-Anlage im Rhein-Main-Gebiet ist gestern offiziell eröffnet worden. An der Triftstraße direkt hinter der Altkönigschule steht auf rund 9000 Quadratmetern ein Fahrradparcours mit etlichen Hügeln und zahlreichen Bahnen zur Verfügung.
Der «Dirt-Spot» ist dabei nicht nur als zusätzliches Freizeit-Angebot in Kronberg gedacht, sondern soll auch eine Möglichkeit geben, ein bestimmtes Lebensgefühl auszuleben, ohne dabei in Konflikt mit Bürgern oder Ordnungsbehörden zu geraten. Die dezentrale Lage und gleichzeitig gute Erreichbarkeit stellen dabei ideale Voraussetzungen dar.
«Wir sehen die Anlage als ein attraktives, langfristiges Partizipations-Projekt für Jugendliche und junge Erwachsene aus Kronberg und der Umgebung. Diese Zielgruppe wurde von Beginn an in Planung, Bau, Wartung und Pflege der ,Lines‘ eingebunden. Und das soll auch zukünftig so sein», erläuterte Stadtrat Franz Bernd Tillmann (CDU) bei der Eröffnung. Ebenso sollen Jugendliche bei der Organisation künftiger Veranstaltungen verantwortlich beteiligt werden.
Problemlos umzubauen
Auf Anregung von Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos) ist das ganze Projekt im Oktober vergangenen Jahres ins Rollen gekommen. Schnell wurde mit dem Verein «Wheels over Frankfurt Radsport» (WOFFM) ein Partner gefunden, der von der Sache etwas versteht. «Dieser Platz hier gehört dem Hochtaunuskreis und ist jetzt zu etwa zwei Dritteln bebaut. Da es nur Erdhügel sind, ist alles schnell wieder rückbaubar und an anderer Stelle aufgeschüttet», gibt Jugendpfleger Andreas Ramp Auskunft. Und so ist die augenblickliche Gestaltung des Platzes auch nur eine Momentaufnahme. Was besonders gut ankommt, bleibt, anderes kann ganz einfach neu gebaut werden.
Radwerkstatt geplant
Um allen Kindern und Jugendlichen die Nutzung des Parcours zu ermöglichen – auch jenen, die sich ein teures Mountainbike nicht leisten können –, plant die Stadt Kronberg Fahrrad-Patenschaften zu knüpfen. Die Jugendlichen hinterlegen einen Betrag für Ersatzteile und verpflichten sich zur Wartung und Pflege des Rades. In einem der beiden Kronberger Jugendzentren soll eine Fahrradwerkstatt eingerichtet werden, in der die Bikes unter fachkundiger Anleitung gewartet und untergestellt werden können.
«Wir laden alle Nutzer ein, dieses Gelände als Herausforderung anzunehmen und dabei auch etwas über die eigenen Grenzen zu erfahren», sagte Tillmann und bedankte sich bei allen Sponsoren, die die Finanzierung erleichtert haben.
Alex Krombacher vom WOFFM überreichte in Form einer goldenen Schaufel den Nachwuchspreis an Markus Kübenspies. Der 13-jährige Kelkheimer hatte beim «Shape & Ride Camp» mitgemacht, das am Freitag und Samstag auf dem Gelände stattfand und bei dem nicht nur die verschiedenen Strecken getestet werden konnten, sondern erstmal gebaut werden mussten.
Am Nachmittag waren dann die echten Cracks dran und zeigten, was sie so drauf haben. Da wurde bei aufregenden Sprüngen durch die Luft geflogen und spannende Rennen – Mann gegen Mann – ausgetragen. Nun ist jeder eingeladen, sich beim «Pumptrack», im «Dual-Kurs» oder in der «Dirt-Line» selbst zu erproben. Die Voraussetzungen: Mindestens zwölf Jahre alt sein, einen Helm tragen und sich an die Nutzungsordnung halten, die am «Dirt-Spot» ausgestellt ist.


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