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Achtung, Blutsauger! 1 Kommentare
Warum sich Revierförster Busch mit Gummistiefeln gegen Zecken schützt und seinen Hund eincremt
Vorsicht Zecke: Bei schwülem Wetter sind die Blutsauger besonders aktiv. Foto: dpa
Bad Homburg. Warm und feucht – so mögen es Zecken. Diese Bedingungen finden sie derzeit in hiesigen Wäldern und Gärten vor. Nach Meinung von Experten ist der Zeckenbefall im Taunus im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen.
Die winzigen Blutsauger lauern praktisch überall. Nur wenige Millimeter klein scheinen sie im Gras nur darauf zu warten, sich an jemandem festbeißen zu können. Zecken haben derzeit wieder Hochsaison. Die warmen Temperaturen und der immer wiederkehrende Regen sind für die Blutsauger die perfekte Witterung. Und weder Mensch noch Tier sind vor ihnen sicher.
Das jedenfalls hat Beate Zimmermann in jüngster Zeit festgestellt. Deutlich mehr Zeckenbefall als üblich findet die Bad Homburger Tierärztin an den Tieren in ihrer Praxis. «Bei der derzeitigen Witterung gedeihen die Zecken offenbar besser», spekuliert Zimmermann, die zurzeit viele Hunde behandelt und auch schon Fälle von Borreliose entdeckt hat.
Schutz für Hunde
Dass diese Nervenkrankheit auch auf Hunde übertragbar ist, weiß Revierförster Günter Busch. Er schützt seinen Deutschen Langhaar «Balu» deswegen mit einem Mittel, das er dem Tier in das Fell einreibt. Sechs Wochen lang ist «Balu» dann vor Zecken geschützt – und muss es auch sein, denn: «Wenn wir bei solchem Regen-Sonne-Regen-Wetter im Garten sind, hätte der Hund ohne Schutz mindestens 20 Zecken im Fell.»
Die Krankheit Borreliose wird übrigens auch auf Menschen übertragen, entsprechend ist die Angst, die viele Menschen vor Zecken empfinden, begründet. Neben der Nervenkrankheit kann ein Zeckenbiss auch zu Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) führen, was im schlimmsten Fall eine Hirnhautentzündung zur Folge hat und tödlich enden kann.
Für letzteren Fall gibt Simone Klamt Entwarnung. «Der Hochtaunuskreis ist kein FSME-Gebiet», sagt die Sprecherin des Hochtaunuskreises und verweist auf Untersuchungen des Robert-Koch-Institutes. Von den 21 FSME-Fällen, die im vergangenen Jahr in Hessen aufgetreten waren, kam laut Institut keiner aus dem Hochtaunuskreis.
Zecken, die Borreliose übertragen, seien allerdings auch in hiesigen Gefilden zu finden, die Infektionsgefahr steige derzeit deutlich an. Revierförster Busch empfiehlt daher – auch wenn Zecken weniger im Wald als vielmehr auf der grünen Wiese zu finden seien – bei Spaziergängen in der Natur immer lange Hosen und dichte Kleidung zu tragen, denn «das erschwert den Zecken den Zugang zur Haut». Auf jeden Fall sollte man den Körper abends gewissenhaft absuchen, um eine Erkrankung zu vermeiden.
Der Förster selbst geht dieser Tage meistens mit Gummistiefeln vor die Tür. Das sei eigentlich der beste Schutz. Busch lachend: «Aber zugegebenermaßen wäre der Anblick von Spaziergängern im Kurpark, die bei diesen warmen Temperaturen mit Gummistiefeln durch die Gegend marschieren, ein bisschen gewöhnungsbedürftig. . . » sbm sbm


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Kommentare
Gast Gast schrieb am 30.07.2010 11:37 Uhr
Wo nun?
Das ist hier ein Durcheinander von Wald, Gärten, Wiesen und Parks.
Sind Kurpark und Schlosspark ebenso befallen?
Wo sind die Zecken nun anzutreffen?
Ich zumindest brachte zwei Stück vom Waldfriedhof, weniger wahrscheinlich vom Weg durch den Stadtwald dahin, mit nach Hause. Im April.
Nach meinen Dafürhalten gibt es dieses Jahr im Wald deutlich mehr Mäuse.