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Ärzte der Paul-Ehrlich-Klinik streiken 1 Kommentare
Ein Teil der Ärzteschaft der Paul-Ehrlich-Klinik hat sich dem Streikaufruf des Marburger Bundes angeschlossen. Die Mediziner fordern bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld.
Bad Homburg. Der Ärztestreik an den Reha-Kliniken und Verwaltungsstellen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) geht in eine neue Runde. Am gestrigen Dienstag fand eine zentrale Kundgebung der streikenden Ärzte vor der Hauptverwaltung der DRV Knappschaft «Bahn See» in Bochum statt. Daran nahmen auch vier Mediziner der Paul-Ehrlich-Klinik teil. Das bestätigte gestern der Verwaltungsleiter der Klinik, Siegfried Schmidt.
Allzu große Sympathien mit den Streikenden hegt Schmidt jedoch wohl nicht – zumindest hat er kein Verständnis für den Hintergrund des Arbeitskampfes. «Das ist das gleiche wie bei den Piloten oder den Lokführern: Es wird nicht an die Kollegen gedacht. Wo bleiben bei diesem Streik beispielsweise die Krankenschwestern?», fragt der Verwaltungsleiter. Der Betrieb in der Klinik laufe jedoch trotz der vier streikenden Ärzte ohne Probleme weiter. Weniger auskunftsfreudig zeigte sich hingegen die medizinische Leitung der Klinik. Auf Nachfrage der TZ hieß es aus dem Vorzimmer von Dr. Klaus-Dietrich Rahn, dass man das Thema «Streik» nicht kommentieren wolle.
Hauptforderungen der Ärzte sind bessere Arbeitsbedingungen in den Rehabilitationskliniken sowie eine Anpassung der Gehälter auf das Niveau der Ärzte in kommunalen Kliniken. Laut Marburger Bund verweigern die Arbeitgeber jedoch eine Gleichstellung. Im Durchschnitt liege das Angebot der DRV rund zehn Prozent unter der tarifüblichen Bezahlung anderer Krankenhausträger. «Kliniken, die einen Tarifvertrag mit dem Marburger Bund abgeschlossen haben, finden leichter qualifiziertes Personal. Das sollte den halsstarrigen Direktoren der Deutschen Rentenversicherung zu denken geben», so Dr. Andreas Botzlar vom Marburger Bund. col col
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Kommentare
gast schrieb am 07.01.2010 15:27 Uhr
Sympathie mit Streikenden
Der Verwaltungsleiter der genannten Klinik möge sich mal überlegen, ob er das Risiko eingeht, in den Flieger einer airline zu steigen, welche wegen Unterbezahlung nur noch schlecht qualifizierte Piloten beschäftigt. Und wenn eine schlecht aufgestellte Fluggesellschaft dann irgendwann wirtschaftlich "vom Markt bereinigt" wird, wirkt sich dies in logischer Konsequenz auch auf das "Bodenpersonal" und die Verwaltungen aus: Man wird hier dann entsprechend weniger oder gar kein Personal in Zukunft benötigen!