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Der Brückenschlag ist geschafft
Seit gestern verbindet eine Fußgängerbrücke über der L 3270 die Usinger Wohngebiete Schleichenbach I und II mit der neuen Kindertagesstätte an der Eiskaut und der Innenstadt.
Von Matthias Pieren
Usingen. ![]()
Gegen Mitternacht hatte der Schwertransport sein Ziel erreicht. Über die Bodenseeautobahn und schließlich die A 5 lief der Transport der 9,6 Tonnen schweren und mit 28 Metern überlangen Fußgängerbrücke am Mittwoch völlig glatt. Auch die Saalburg meisterte der gut 30 Meter lange Spezialtransporter am Abend noch problemlos. Die Zickzackkurven der B 456 im Wehrheimer Wald waren für den Fahrer des überlangen Sattelschleppers, der die leicht gebogene Aluminium-Konstruktion geladen hatte, dann aber doch eine echte Herausforderung. Ohne Begleitfahrzeuge, die bei Bedarf den Gegenverkehr stoppten, wäre der Transport aus der Bodensee-Region nach Usingen gar nicht möglich gewesen.
Nachdem die Ordnungspolizei die L 3270 zwischen der B 456 und dem Kreisel am Westerfelder Weg abgesperrt hatte, begann gestern gegen 8.30 Uhr der große Auftritt von Harry Fritsch. Der Fahrer des 95-Tonnen-Spezialkrans fuhr den Teleskoparm seines Gefährts auf 30 Meter aus und nahm die Fachwerktrogbrücke an den Haken.
Am Rande des Geschehens hatten sich längst viele Schaulustige versammelt, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hob das 146 000 Euro teure Bauwerk ab und schwebte über der autofreien L 3270 ihrer endgültigen Bestimmung entgegen.
Beim Einpassen und der Feinjustierung der beiden Brückenenden in die beiden Widerlager zeigte Fritsch Fingerspitzengefühl. Die eigentliche Montage hatte er nach gut einer Stunde gemeistert. Nun können die Bewohner von Schleichenbach I und II problemlos zu Fuß zur Kindertagesstätte Eiskaut und in die Innenstadt gelangen.
Mit zehn Lampen wird die zweieinhalb Meter breite Brücke gut ausgeleuchtet sein und auch bei Dunkelheit den Fußgängern Sicherheit bieten. Für den Wegebau und die geplante Begrünung des Streifens zwischen den beiden Wohngebieten sowie den Bau der beiden Brückenfundamente hat die Stadt nochmals 233 000 Euro ausgegeben.


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