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Barrierefreier Bahnhof: Misstöne
Erster Stadtrat Norbert Fischer (CDU) kritisiert Fahrgastverband Pro Bahn
Auch wenn er findet, dass der Fahrgastverband Pro Bahn besser direkt mit dem Stadtplanungsbüro gesprochen hätte: Erster Stadtrat Norbert Fischer (CDU) will die Anregungen der Organisation prüfen lassen.
Friedrichsdorf. Es geht um den barrierefreien Bahnhof: Die Stellungnahme des Fahrgastverbandes Pro Bahn zum Thema hat den Ersten Stadtrat Norbert Fischer (CDU) irritiert. Er betont: "Zunächst möchte ich vorausschicken, dass die von uns den städtischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegte Konzeption nicht nur dem Ergebnis des im November 2008 durchgeführten Workshops entspricht, sondern seitdem eng mit allen Beteiligten (darunter RMV, DB Station & Service, DB Netz, HLB) weiterentwickelt und besprochen ist. DB Netz hat den geplanten Gleis- und Weichenrückbau geprüft und eine enge Kostenschätzung abgegeben.
Einige Vorschläge von Pro Bahn seien zwar realistisch, entsprächen aber nicht alle den gegebenen Umständen. "So ist der Vorschlag, dass auf der nördlichen Seite eine zusätzliche Rampe hinunter zum Fußweg des Viadukts und damit ein Zugang zum Mittelbahnsteig gebaut wird, wenn überhaupt, nur mit extrem hohen Aufwand zu bewerkstelligen." Sei aber wohl eher nicht möglich.
Aufgabe der Bahn
Beim Thema Busbahnhof seien von Pro Bahn auch nicht alle derzeitigen stadtplanerischen Überlegungen und neuen Eigentumsverhältnisse bedacht worden. "Die Verlängerung der S 5 nach Friedberg oder die Verlängerung und Elektrifizierung Richtung Usingen wird von allen Fachleuten der Bahn als unrealistisch angesehen. Dennoch soll dies auch nochmals in den weiteren Gesprächen thematisiert werden."
Eigentlich sei der barrierefreie Umbau des Bahnhofs, wie auch unlängst nochmals politisch diskutiert, Aufgabe der Bahn, so Fischer weiter. "Unsere Planung ist also eine freiwillige Leistung der Stadt für ihre Bürger." Pro Bahn äußere zwar interessante Anregungen und habe sicher auch Insiderwissen. "Eine vorherige Auseinandersetzung direkt mit den Planern unseres Stadtplaungsamtes wäre aber die bessere Lösung gewesen." Dennoch sage er zu, die Anregungen in die künftigen Gespräche mitzunehmen und diese auch von den externen Fachleuten prüfen zu lassen.cg


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