Christdemokraten als Vorboten des Christkinds

Köppern. Die "dienstälteste" Bewohnerin Maria Adelheid Sturm (sitzend) im Kreis der CDU-Delegation um Holger Bellino und Norbert Fischer (2. und 3. von links). Foto: die Weihnachten gilt für die meisten immer noch als das Fest der Familie. Was aber, wenn die eigene Familie nicht zu Besuch kommen kann oder es keinen Kontakt mehr gibt? In solchen Fällen freuen sich gerade ältere Menschen, wenn andere zu Besuch kommen und sich an den Feiertagen Zeit für ein Gespräch nehmen.

Im Senioren- und Pflegeheim Kroh in der Schulstraße machten das an Heiligabend die Mitglieder der Friedrichsdorfer CDU. Die Aktion geht auf eine Initiative der Jungen Union zurück und zählt seit etlichen Jahren zu den Traditionen innerhalb des christdemokratischen Stadtverbandes.

So besuchen Vertreter der CDU 24. Dezember immer die Senioren im Altenheim Kroh und an jedem Silvestertag die Bewohner der Teichmühle. Seit 2002 nimmt daran auch der CDU-Landtagsabgeordnete Holger Bellino teil. Und natürlich kommen die Politiker auch noch nie mit leeren Händen: Außer guten Wünschen haben sie nämlich stets Plätzchen und Knabberzeug im Gepäck.

Andreas Kroh, der Leiter des Seniorenheims und Sohn des Gründer-Ehepaars Luise und Werner Kroh, zeigte sich erfreut über den Besuch der Politiker. "In der Adventszeit sind zwar verschiedene Vereine in unserem Haus zu Gast, beispielsweise die Arbeiterwohlfahrt oder die Gesangvereine aus Dillingen und Burgholzhausen. Wir hätten aber auch nichts dagegen, wenn weitere Gruppen vorbeischauen würden", versicherte er.

Um den 52 Bewohnern aus Friedrichsdorf und Umgebung die Weihnachtszeit so angenehm und heimelig wie möglich zu gestalten, hatten die 45 Mitarbeiter – darunter drei Altenpflege-Azubis, eine Ergotherapeutin und zwei Betreuungskräfte speziell für Demenzkranke – um Pflegedienstleiterin Ingeborg Günther das Haus passend zum Advent dekoriert. So grüßte schon im Eingangsbereich des schmucken Gebäudes, das in der Schulstraße in idyllischer Waldrandlage gelegen ist, freundlich eine lebensgroße Weihnachtsmann-Puppe die Besucher.

Auch die Flure und Sitz-Nischen waren mit reichlich Tannenzweigen und Christbaumschmuck ausstaffiert. Ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum schließlich zierte den gemütlichen Speiseraum, in dem die Senioren auf ihre Gäste von der CDU warteten.

Das bringt Abwechslung

Maria Adelheid Sturm, die vor 34 Jahren – also knapp ein Jahr nach der Eröffnung – ins Altenheim Kroh eingezogen ist, kennt und schätzt die Aktion der Christdemokraten seit Jahren. "Das bringt Abwechslung", erklärte sie vergnügt und hatte sichtlich Spaß daran, sich mit den Politikern für die TZ ablichten zu lassen. Doch der Foto-Termin war nicht die einzige Besonderheit an diesem Weih-nachtsfest.

Auch die hauseigene Köchin hatte sich ein spezielles Menü ausgedacht und für die Feiertage Wildschwein- und Hirschgulasch vorbereitet – und zwar mit Rotkohl und Knödeln, wie sich das gehört. "Eine Weihnachtsfeier gibt es selbstverständlich auch", erläuterte Andreas Kroh, der besonderen Wert auf die familiäre Atmosphäre in seiner Einrichtung legt.

"Genau das macht die Lebensqualität in unserem Alten- und Seniorenheim aus – auch und gerade in der Weihnachtszeit."die

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