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Ersehntes Ende der Provisorien
Sanierungsarbeiten an der Altkönigschule sind abgeschlossen – Investitionen von 37,5 Millionen Euro
Der sanierte Altbau sowie der angegliederte Neubau der Altkönigschule wurden gestern offiziell eingeweiht. Damit wurde ein Schlussstrich unter die Belastungen gezogen, denen Anwohner, Schüler und Lehrer ausgesetzt waren.
Von David Schahinian
Kronberg. ![]()
Lange hat es gedauert, doch nun wurden die Schüler und Lehrer an der AKS mit einem sanierten Gebäude belohnt, das (fast) wie neu aussieht. Fotos: Jochen ReichweinDie Anwohnerin musste sich zunächst orientieren, als sie auf das Gelände der Altkönigschule kam: "Wo geht es denn zur Einweihung?" Persönlich habe sie nichts mit der Schule zu tun, doch dass auch die Bewohner der unmittelbaren Umgebung zur offiziellen Feierstunde eingeladen wurden, empfand sie als schöne Geste. Schließlich hatte sich die Sanierung des Altbaus und der daran angrenzende Neubau mit Mensa und Aula über weit mehr als vier Jahre hingezogen. Der Kreisbeigeordnete Uwe Kraft (CDU), der Landrat Ulrich Krebs (CDU) vertrat, sprach nicht nur ihr aus der Seele: "Die Zeit der Provisorien ist beendet. Viele haben diesen Tag lange herbeigesehnt."
Im Sommer 2007 wurde mit der Asbestentfernung und der vollständigen Entkernung des alten Schulgebäudes begonnen. Schüler und Lehrer wurden während der anschließenden Sanierungsphase in Containern untergebracht. Kraft: "Wer einmal mit einer Altbausanierung zu tun hatte, der weiß, dass man dafür viel Geduld mitbringen muss." Die Auslagerung des Schulbetriebs in die Container habe kaum Möglichkeiten gelassen, Unterricht in Ruhe vor- oder nachzubereiten, berichtete Engel. Allerdings sei bereits in den 2006 eröffneten Campusgebäuden B und C zu sehen gewesen, wie schön die Schule einmal werden würde.
"Gut angelegtes Geld"
Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos) stellte heraus, dass die Beziehungen zwischen der Stadt und der Altkönigschule seit jeher eng seien. Angesichts der "Krise der kommunalen Finanzen" und der 37,5 Millionen Euro, die der Hochtaunuskreis in das Projekt investiert hat, stellte Temmen klar: "Jeder Euro, den wir in die Schule investieren, ist gut angelegtes Geld." Auch zur Eröffnung kam er nicht mit leeren Händen: Der Bürgermeister brachte ein Buch über die Kronberger Malerkolonie mit – verbunden mit dem Wunsch, dass die Schüler das Museum weiterhin regelmäßig besuchen werden. ![]()
Die neuen Räume zeichnen sich durch eine großzügige Aufteilung und eine helle Atmosphäre aus.
Gregor Schulte-Beckhausen, der Schulelternbeiratsvorsitzende, fand trotz der positiven Entwicklungen an der Schule auch kritische Worte. Es komme darauf an, dass nun das Richtige aus der Situation gemacht werde. Es müssten künftig ausreichende Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit die laufenden Reinigungs- und Handwerksarbeiten fachgerecht durchgeführt werden könnten. Vor allem komme es jedoch auf qualifizierte Lehrkräfte in angemessener Zahl an. Momentan werde an der Schule "anspruchsvoll mit dem Mangel" umgegangen. Die schönste Schule würde nichts nützen, wenn nicht genügend Lehrkräfte zur Verfügung stünden, erklärte Schulte-Beckhausen.
Vor der Segnung des Hauses durch die katholische Gemeindereferentin Isabel Sieper und den evangelischen Pfarrer Hans-Joachim Hackel ging Architekt Andreas Janouschkowetz auf die baulichen und finanziellen Eckdaten des Bauprojekts ein. Der Altbau der Altkönigschule sei zwar "nur saniert", besitze aber Neubauqualität. Die Maßnahme habe viel Geld gekostet, doch sei ihr Umfang auch sehr groß gewesen.
"Die Schüler sollen sich wohlfühlen", fasste Schulleiter Stefan Engel zusammen. Und ergänzte: "Die ersten Eindrücke sind vielversprechend." Die neue Aula ermögliche es der Schule nun außerdem, künstlerische Darbietungen wie Theaterstücke oder Konzerte in einer dem Anlass würdigen Umgebung zu präsentieren. Die rund 200 Gäste bei der Einweihung erhielten gleich einen Eindruck davon, was Engel damit meinte, da das offizielle Programm mit Stücken von Komponisten wie Vivaldi und Händel aufgelockert wurde. Vor allem der junge Pianist Hannu Zhang begeisterte mit seinem Solo-Auftritt. Der dritte Satz von Beethovens Klaviersonate Nr. 14 sorgte nicht nur bei Architekt Janouschkowetz für "eine Gänsehaut".


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